Bekämpfung des Kiefernspinners in Dippmannsdorf nicht nötig

Bekämpfung des Kiefernspinners in Dippmannsdorf nicht nötig

In diesem Jahr sind die Bäume durch den Kiefernspinner weniger gefährdet als befürchtet. Beobachtet werden sie trotzdem weiter. Foto: Sabine Gottschalk

Keine großen Fraßschäden erwartet | Beobachtung wird fortgesetzt

Potsdam/Bad Belzig. Die aktuellen Überwachungsergebnisse zur Vermehrung des Kiefernspinners im Bereich der Oberförsterei Dippmannsdorf geben Entwarnung. Eine Behandlung der Waldflächen mit einem Insektizid sei nicht erforderlich, teilte das Forstministerium am Mittwochabend mit.

Die Winterbodensuchen hätten im Bereich der Oberförsterei Dippmannsdorf noch kürzlich auf eine starke Gefährdung der Kiefernwälder durch die Raupen des Kiefernspinners auf rund 700 Hektar schließen lassen. Die letzten Überwachungen hätten aber gezeigt, dass sich die Lage entspanne, heißt es in der Mitteilung weiter.

An Leimringen und bei Probeuntersuchungen von betroffenen Kiefern wurde die Raupenanzahl bestimmt. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht mehr so viele Raupen fressen werden, wie zunächst befürchtet wurde. Lokal mögliche Fraßschäden seien allerdings nicht auszuschließen. Die Fachleute sind sich jedoch sicher, dass sie nicht so stark sein werden, dass Kiefernbestände flächig gefährdet sind. Anträge auf den Einsatz von Insektiziden werden daher nicht bearbeitet.

Die vorsorglich im nur alle vier Wochen erscheinenden Amtsblatt des Landes Brandenburg bekanntgemachte Allgemeinverfügung des Landesforstbetriebs zur Sperrung von Waldflächen im Bereich der Oberförsterei Dippmannsdorf läuft ebenfalls aus.

Kiefern sind durch Dürre, Trockenheit und Fraß vorgeschädigt - sogenannte Sekundärschädlinge wie Borkenkäfer und Pilze können so leichtes Spiel haben. Um deren Ausbreitung zu verhindern, werden die Bestände sorgsam beobachtet und Waldbesitzer zu eventuell notwendigen Maßnahmen beraten. Die Überwachung des Kiefernspinners muss im Sommer mit der Beobachtung des Falterfluges und der Eiablage fortgesetzt werden. Für die Erfassung der Fraßschäden werden Satellitendaten ausgewertet.red/sg

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