Blütenstadt startet Online-Plattform zur Unterstützung lokaler Händler und Produzenten

Blütenstadt startet Online-Plattform zur Unterstützung lokaler Händler und Produzenten

Werders Stadtverwaltung stellt ab Dienstagabend Angebote lokaler Händler und Produzenten auf einer neuen Plattform ein, um die örtliche Wirtschaft zu unterstützen. Foto: Sabine Gottschalk

Kauflokal: Ab Dienstagabend erste Angebote im Netz

Werder (Havel). Werders Bürgermeisterin Manuela Saß und Werders 1. Beigeordneter Christian Große haben im Zuge der Corona-Pandemie dazu aufgerufen, Onlinekäufe bei großen Onlineversandhändlern zu vermeiden, wenn sie jetzt oder später auch bei Einzelhändlern der Region möglich sind. Zudem sollten lokale Strukturen in Anspruch genommen werden, die Handel und Gewerbe, Dienstleister, Erzeuger, der Obstbau und die Landwirtschaft in der Region aufgebaut haben und derzeit aufbauen, um ihre Waren und Dienstleistungen weiter vermarkten zu können.

"In Werder hat sich seit der Wende eine vielfältige Handels- und Gewerbestruktur entwickelt. Unsere Unternehmen haben dabei oft eine erstaunliche Kreativität an den Tag gelegt und tun das auch jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie. So ist es auch in der aktuellen Krise zumindest teilweise möglich, Waren und Dienstleistungen unserer regionalen Wirtschaft zu erwerben, die sonst nur am Ladentresen erhältlich sind", sagt Manuela Saß.

"Eine ganze Anzahl von Werderaner Unternehmen hat kurzfristig und bei Einhaltung der aktuellen besonderen Hygienestandards Onlineshops und Liefer- oder Abholstrukturen gestärkt oder sogar neu geschaffen. Zudem gibt es bei vielen Unternehmen inzwischen die Möglichkeit, Gutscheine für spätere Anschaffungen oder Dienstleistungen zu erwerben", so Christian Große. Einige Werderaner wüssten auch nicht, dass Lebensmittel-Direktvermarkter wie zum Beispiel die Hofläden der Obstbauern, die Fischer und der Frischemarkt im Werderpark, zu den Grundversorgern gehören, die laut jüngster Eindämmungsverordnung geöffnet bleiben dürfen. "Es wäre eine Botschaft des Zusammenhalts in Werder, wenn die Werderaner von all diesen Angeboten reichlich Gebrauch machen", sagt Christian Große.


Schaden von kleinen und mittleren Unternehmen abwenden

"Land und Bund sind dabei, umfassende Hilfsprogramme aufzusetzen. Damit muss unbedingt auch der Schaden der Corona-Pandemie für mittlere und kleine Unternehmen abgewendet werden. Solche Unternehmen bilden das Rückgrat der kommunalen Wirtschaft in den Neuen Ländern. Die Stadt bereitet ihrerseits und im Rahmen des kommunal Machbaren Maßnahmen vor, um diesen Unternehmen jetzt zu helfen", so Saß weiter.

Noch am Dienstag soll die Onlineplattform "kauflokal blütenstadt" an den Start gehen. Darin werden kostenlos Werderaner Unternehmen gelistet, die Online-, Liefer- und Gutscheinangebote unterbreiten. Interessierte Werderaner Unternehmen sollen dazu per E-Mail folgende Angaben zusenden: Unternehmenskontakt und wenn vorhanden Website, Angaben zum Angebot und zur Dienstleistung, Angaben, wie das Angebot aktuell erreichbar ist sowie Angaben, wie die Einhaltung der Hygienestandards gewährleistet wird. Die Stadt veröffentlicht nur Angebote, die in enger Übereinstimmung mit der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg vom 22. März stehen. Bei allen Unternehmen wird vor der Veröffentlichung die Gewerbeanmeldung in Werder überprüft. Die ersten Einträge auf der Plattform sollen am Dienstagabend veröffentlicht werden.  red/sg


Die E-Mail-Adresse für die Anmeldung der Anbieter lautet kauflokal@werder-havel.de.

Angebote werden auf www.werder-havel.de/kauflokal ab Dienstaabend zu finden sein.

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