DRK-Blutspendedienst informiert

Blutspende ist trotz aktueller Beschränkungen weiterhin möglich und nötig

Potsdam. Die Bundesregierung hat am Sonntag, dem 22. März 2020 die aktuellen Ausnahmeregelungen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen zu SARS CoV 2 verschärft und ein Kontaktverbot ausgesprochen. Ausdrücklich ausgenommen von den neuen Beschränkungen ist im gesamten Versorgungsgebiet der Besuch von Blutspendeterminen. Das Blutspendewesen gilt als systemrelevante Einrichtung in der Krankenversorgung. Deshalb wird der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost in den kommenden Wochen weiterhin regelmäßig Blutspendetermine anbieten. Das Terminangebot wird hierbei auf einzelne ausgewählte Spendeorte konzentriert, welche die Einhaltung notwendiger Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz der Spender und des Personals ermöglichen.
Hierbei gelten höchste Sicherheitsmaßnahmen. Nur so kann mit gesunden BlutspenderInnen die Notfallversorgung schwerkranker Patienten in den Kliniken der Region kontinuierlich sichergestellt werden. Die aus dem Spenderblut gewonnenen Blutpräparate haben nur eine kurze Haltbarkeit, deshalb ist es wichtig, dass über die kommenden Wochen kontinuierlich gespendet wird.

Es gelten folgende Regeln:

•    BlutspenderInnen sollen bitte den Personalausweis, den Blutspendeausweis (wenn vorhanden) und ggf. das Einladungsschreiben des DRK-Blutspendedienstes mit sich führen und auf Nachfrage vorweisen können

•    Personen mit Erkältungssymptomen, Fieber und Durchfall werden nicht zur Blutspende zugelassen. Es wird gebeten, dass sie die Termine gar nicht erst aufsuchen.

•    Spendewillige sollen sich bitte tagesaktuell auf der Website des DRK-Blutspendedienstes über stattfindende Termine informieren

•    Nach Möglichkeit soll die Terminreservierung im Internet genutzt werden, dies hilft, die Anzahl von Anwesenden auf Terminen zu steuern und die Abstandsregeln einhalten zu können. terminreservierung.blutspende-nordost.de

•    Aus Infektionsschutzgründen kann es in Einzelfällen bei sehr gut besuchten Terminen vorkommen, dass Blutspender gebeten werden zu einem späteren Termin wiederzukommen. Nur so können die Abstandsregeln gewährleistet werden

Spendewillige sind gebeten, sich kurzfristig im Internet oder über die kostenfreie Hotline zu informieren, ob der in Frage kommende Termin tatsächlich stattfinden kann oder ob es Alternativen gibt: www.blutspende.de und Telefon 0800 11 94911
Das Institut für Transfusionsmedizin am Klinikum Ernst von Bergmann, Haus I, Eingang Hebbelstr.1 14467 Potsdam ist von Montag bis Freitag jeweils 8-18 Uhr zur Blutspende geöffnet. Das Institut in Cottbus verlängert die Öffnungszeiten freitags bis 15 Uhr. Bitte nutzen Sie den Terminreservierungslink: terminreservierung.blutspende-nordost.de

Auch wichtig zu wissen: Blutspenden werden n i c h t auf SARS-CoV-2 untersucht. Prof. Dr. med. Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, betont: „Gemäß Mitteilung des RKI ist eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Blut derzeit nicht anzunehmen, weil das Virus bei symptomlosen Personen im Blut nicht nachweisbar ist.
Der Hauptübertragungsweg des SARS-CoV-2 ist die Tröpfcheninfektion. Eine Testung der Spenden wird daher aktuell nicht praktiziert.“

Sicherheit auf Blutspendeterminen:
Bereits seit dem 16. März 2020 hat der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost weitreichende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um ein Ansteckungsrisiko für Blutspender, Personal und Ehrenamt auf Blutspendeterminen so gering wie möglich zu halten. Diese Maßnahmen werden der aktuellen Pandemiephase ständig angepasst. Aktuell besteht die Maßnahme in Zugangskontrolle, Kurzanamnese, Fiebermessen und größtmöglicher Vereinzelung durch Abstände vor Betreten des Spendeortes und im gesamten Ablauf der Blutspende.

Prof. Dr. med. Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, bedankt sich herzlich bei allen Blutspenderinnen für das selbstlose Engagement: „Wir sind überwältigt von der hohen Resonanz und danken den Blutspendern für die überaus große selbstlose Unterstützung. Wichtig ist es jetzt die Blutspende kontinuierlich auf einem ausreichend hohen Niveau zur Sicherung des Bedarfs aufrecht zu erhalten.“

Der DRK-Blutspendedienst hat dafür auf seiner Website www.blutspende-nordost.de ein Blutspendebarometer eingerichtet, wo die Bevorratung der Blutpräparate nach Blutgruppen tagesaktuell angezeigt wird. Dies soll BlutspenderInnen als Entscheidungshilfe dienen.

Blutspende und Corona-Virus: www.blutspende-nordost.de
www.blutspende-nordost.de/informationen-zum-coronavirus/

Wie kann ich persönlich vorbeugen und mich schützen?
s. auch www.infektionsschutz.de/hygienetipps/

Wer darf Blut spenden?
Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Spendewillige mit Symptomen werden nicht zur Blutspende zugelassen und gebeten nicht auf Terminen zu erscheinen. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von 12 Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!

Warum ist Blutspenden beim DRK so wichtig?
Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 112 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden.
In der Bundesrepublik Deutschland werden über das Jahr gesehen durch die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes ca. 3 Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken in Deutschland bereitgestellt. Das Deutsche Rote Kreuz sichert auf diese Weise ca. 75 Prozent der notwendigen Blutversorgung in der Bundesrepublik Deutschland, nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich, rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. red

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