Traditioneller Hegetag des Landesanglerverbands Brandenburg e. V.

Vogelsänger: „Brandenburgs organisierte Angler unverzichtbare Partner bei der Hege und Pflege unserer Gewässer“

Anglernachwuchs am Gewässer. Foto: fdk

Alt Stahnsdorf. Der Storkower Ortsteil Alt Stahnsdorf war kürzlich Gastgeber des traditionellen Hegetags des Landesanglerverbands Brandenburg e. V. (LAVB), Gelegenheit für Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger den 83.500 Verbandsmitgliedern „für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Hege und Pflege von beachtlichen 14.500 Hektar eigener Gewässer zu danken. Auf weiteren 16.000 Hektar ist der LAVB ein verlässlicher und unverzichtbarer Partner für die Berufsfischerei und für die Agrar- und Umweltverwaltungen.“
 
Der 1990 aus zu DDR-Zeiten aktiven Vorgängerorganisationen gegründete LAVB gehört zu den größten Freizeitorganisationen im Land. Landesweit sind Petrijünger in rund 1.400 Vereinen aktiv und zeigen damit landesweit Flagge. Der Verband ist seit langem mit seiner Kinder- und Jugendarbeit erfolgreich: Rund 15 Prozent der Mitglieder sind jünger als 16 Jahre. Brandenburg bietet sehr gute Voraussetzungen für das Angeln. Mit etwa 33.000 Kilometern Fließgewässer und rund 3.000 Seen gehört es zu den gewässerreichsten Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Für den Tourismus ist dies ein wichtiges Argument.
 
Seit Wiedergründung des Landes wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Angeln immer auch auf Hege- und Pflegeziele ausgerichtet. Vogelsänger: „Umwelt- und Naturschutz stehen nicht nur an einem Hegetag auf der Agenda. Gerade auch unsere Wissenschaftler am Mehrländerinstitut für Binnenfischerei wissen die helfenden Hände der Freizeitangler zu schätzen. Der Verband kümmert sich mit hohem personellen, technischen und finanziellen Einsatz um die Wiedereinbürgerung von Lachs- und Meerforelle, Bachforelle und Stör. Und wer schon einmal bei der Aussetzung von Jungaalen dabei war, sieht dass auch dieses seit Jahren laufende Projekt ohne die tatkräftige Unterstützung des LAVB nicht möglich wäre. Immerhin müssen jährlich rund 6.000 Hektar Gewässerfläche mit Jungaalen aufgefüllt werden!“
 
„Man muss Anglerinnen und Anglern nur zuhören, was sie zu berichten haben. Wer freiwillig so viel Zeit an Gewässern verbringt, wird zwangsläufig zum Fachmann und Anwalt für eine intakte Natur“, so der Minister weiter: „Agrar- und Umweltverwaltungen sollten und können von diesem Wissen profitieren. Denn beide vereint ein Ziel - der Erhalt gesunder, artenreicher Seen, Flüsse und Fließe in Brandenburg. Dafür wollen wir uns mit Ihnen auch weiterhin engagieren und Sie in Ihrer Arbeit unterstützen.“ red

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