Trauer um Jörg Schönbohm

Ehemaliger brandenburgischer Innenminister gestorben

Potsdam. Innenminister Karl-Heinz Schröter hat betroffen auf die Nachricht vom Tode des früheren brandenburgischen Innenministers Jörg Schönbohm reagiert.
 
Schröter: „Jörg Schönbohm hat sich um seine Heimat vielfach verdient gemacht. Er stand im wohlverstandenen preußischen Sinne für Verlässlichkeit, Pflichterfüllung und Disziplin. Für ihn waren das keine veralteten Werte – und das sind sie auch nicht. Der Dienst am Staat und seinen Menschen, das war für ihn keine leere Floskel, sondern gelebte Verpflichtung.
 
Schönbohm war ein starker, streitbarer und profilierter Innenminister. Sein Wort hatte auch über Brandenburg hinaus Gewicht. Es verdient hervorgehoben zu werden, dass es in seiner Amtszeit gelang, den Rechtsextremismus in Brandenburg deutlich zurückzudrängen und zu schwächen. Da ließ es Schönbohm nie an Deutlichkeit fehlen. Und das haben auch seine Kritiker anerkannt. Auch das gehört zu seiner politischen Bilanz.
 
Obwohl Schönbohm manchmal damit kokettierte, eigentlich eher ein ‚Unpolitischer‘ zu sein, verfolgte er seine Ziele in der Politik doch immer mit großer Leidenschaft und Zielstrebigkeit. Er war zweifelsohne ein Mann der klaren Worte, der sich nicht scheute, dabei auch einmal anzuecken. So verkörperte er ganz persönlich das konservative Prinzip in der Politik, was ihm nicht nur Beifall eintrug – aber auch einen Beitrag dazu leistete, dass Unterschiede in der Politik kenntlich wurden und im demokratischen Meinungsstreit ausgetragen werden konnten. Davon lebt die Demokratie.“ red

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