Künstlerförderung in den Kammerspielen

Künstlerförderung in den Kammerspielen

Dagmar Keck ist stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Kammerspiele Kleinmachnow. Sie hat das Förderprogramm initiiert. Foto: Sabine Gottschalk

Freundeskreis schreibt zum ersten Mal Förderstipendien aus

Kleinmachnow. Zum ersten Mal vergibt der Freundeskreis der Neuen Kammerspiele im kommenden Jahr Projektzuschüsse für Musik-, Theater- und weitere Kulturprojekte, die zum Programm der Kammerspiele passen. Insgesamt stehen dafür 3.000 Euro zur Verfügung, die durch Spenden von Mitgliedern des Fördervereins bereitgestellt wurden.

Interessierte Einzelkünstler oder Gruppen können sich bis zum 15. Januar mit einer detaillierten Projektbeschreibung, die nicht mehr als eine Seite Text umfassen sollte, und einer kurzen Beschreibung ihrer bisherigen künstlerischen Tätigkeit bewerben. Auch ein Finanzierungsplan sollte mit eingereicht werden. Der Förderkreis entscheidet dann, welche Projekte einen Zuschuss bekommen.

"Das können eine Reihe verschiedener Ideen sein oder auch nur eine einzige künstlerische Darbietung", erklärt Dagmar Keck. Die stellvertretende Vorsitzende des vor drei Jahren gegründeten Vereins wünscht sich vor allem Programme, die zu den Kammerspielen passen und sich in den Veranstaltungsplan einfügen. Dabei bleibt es den Künstlern überlassen, welches Genre sie vorstellen und wie oft sie auftreten wollen. Die geförderten Projekte sollen im kommenden Jahr auch vom Förderkreis auf dessen Webseite und bei Facebook sowie in den Medien beworben werden. Dazu wird Bildmaterial, beispielsweise von den Proben, benötigt.

Der Förderkreis finanziert sich zum einen durch einen Mitgliedsbeitrag von mindestens 50 Euro im Jahr und zum anderen durch größere Spenden, die von den Unterstützern unter anderem bei runden Geburtstagen gesammelt werden. Einige Mitglieder zahlen auch freiwillig höhere Beiträge, weil sie sich ein Kulturprogramm für Kleinmachnow wünschen und den Erhalt der Kammerspiele unterstützen wollen.

Seit sechs Jahren wird das ehemalige Kino aus den 1920er Jahren von Carolin Huder und Valeska Hanel in Form einer Genossenschaft betrieben. Den gemeinnützigen Förderverein habe man ins Leben gerufen, um auch Landesmittel beantragen zu können, erzählt Dagmar Keck. Die engagierte Ruheständlerin ist Anfang der 1990er Jahre aus Nordrhein-Westfalen zur Brandenburger Landesregierung gekommen und hat einige Jahre als Büroleiterin im Wissenschaftsministerium gearbeitet. "Mit Kulturförderung kenne ich mich bestens aus", sagt Keck, die als Laienschauspielerin erste Bühnenerfahrung bei den "Schattenlichtern" in Berlin-Zehlendorf gesammelt und inzwischen das Kammertheater Kleinmachnow mitbegründet hat. Die kleine, siebenköpfige Truppe tritt voraussichtlich im März 2019 mit einem Schweizer Stück ebenfalls in den Kammerspielen auf. Wer Interesse an der Theaterarbeit hat oder sich für den Erhalt von Kulturveranstaltungen in Kleinmachnow einsetzen möchte, kann Mitglied des Fördervereins werden oder sich mit einer Spende beteiligen.  sg


Freundeskreis der Neuen Kammerspiele Kleinmachnow e.V., E-Mail: freundeskreis@neuekammerspiele.de, oder auf Facebook.

Kontonummer: DE02 1605 0000 1000 8639 79, für Spendennachweis mit Namen und Anschrift der Spender.

Kommentar schreiben

comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Pflichtfelder sind markiert mit*

Weitere Nachrichten aus Potsdam-Mittelmark

Ambitionen im Weltmaßstab
Brüssel

Ambitionen im Weltmaßstab

Die Verhandlungstage waren lang, die Gespräche konstruktiv und die Ziele hoch gesteckt. Der Erfolg kann sich sehen lassen: In großer Einstimmigkeit verabschiedete das EU-Parlament heute das neue...