Künstlerquartette in Töplitz

Künstlerquartette in Töplitz

Heinrich Mauersbergers Gemälde „Heller Giebel, Wettin“ ist in der Galerie Töplitz zu sehen. Foto: Galerie Töplitz

Zweite Ausstellung in der Galerie am Marktplatz

Töplitz. Vom 30. Juni bis 8. Juli findet in der Galerie Töplitz die zweite Ausstellung des Töplitzer Kunstvereins in diesem Jahr statt. Am Samstag, 30. Juni um 16 Uhr startet die Vernissage mit einem Eröffnungskonzert in der angrenzenden Dorfkirche. Das Bläser-Quartett des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin mit Rudolf Döbler (Flöte), Gudrun Vogler (Oboe), Ann-Kathrin Zacharias (Klarinette) und Francisco Esteban (Fagott) spielt tänzerische Miniaturen von Rameau, Haydn, Elgar, Janacek und Debussy.

Um 17 Uhr beginnt die eigentliche Vernissage in der Galerie Töplitz mit kontrastreichen Arbeiten von einem jungen "Künstler-Quartett". Die Künstlerin Marlet Heckhoff beschäftigt sich mit urbanen Strukturen. Sie dekonstruiert architektonische Muster und setzt sie auf der Leinwand neu zu ihren eigenen Bildwelten zusammen. So entstehen Schichtungen, die Außen- und Innenwelt verschwimmen lassen. In den Malereien von Heinrich Mauersberger erscheint die gezeigte Welt - meist Häuserszenen und Interieurs - in Schichtungen, die die Frage nach dem Dahinter und Darunter aufwerfen. Liniengeflechte bündeln oder lösen sich auf und der Betrachter folgt unterschiedlichen Geschwindigkeiten in der Fläche.

Das künstlerische Thema von Eri Hayashi ist "Utopie in der Gegenwart in künstlerischem Kontext". Glas ist bereits häufig als Darstellung der idealen Welt in künstlerischem Kontext, beispielsweise in Arbeiten von Hieronymus Bosch und Bruno Taut aufgetreten. Nun ist die Situation in dieser Welt am Wendepunkt. "Wie könnte man sich weiter eine neue utopische Welt vorstellen, bauen und zeigen, fragt sich Eri Hayashi. Sie beschäftigt sich seit fünf Jahren durch verschiedenste Motive mit dieser Fragestellung.Charlotte Lenger entführt mit ihren Portraits in fabelhafte Welten: Die spannende und zugleich seltsame Atmosphäre der Bilder wird durch ihre reiche Motiv- und Materialwahl diversifiziert, schafft verschiedene Nuancen und kreiert so Widersprüche und Unterschiede. Für die spielerische Kombination aus Malmaterialien, und Elementen der Collage gab es den "Anna-Oppermann-Preis". Die Ausstellung ist noch einmal am darauffolgenden Wochenende geöffnet. red/sg

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