Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages

Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages

Kranzniederlegung am Gefallenendenkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges neben der Wendischen Kirche in Senftenberg anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages. OSL-Landrat Siegurd Heinze, der Vorsitzende des Kreisverbandes Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bernd Leubner und einzelne Vertreter von Kreistag, Stadt und Kirche legten als Zeichen der Erinnerung Blumengebinde ab. Foto: Landkreis/Werner

Landrat: 75 Jahre nach Kriegsende sind Austausch und Erinnerung wichtiger denn je

Senftenberg. Stilles Gedenken anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages am 15. November 2020: Am Sonntagvormittag kamen in Senftenberg einzelne Vertreter von Kreisverwaltung, Kreistag, Stadt Senftenberg, Bundeswehr und Kirche in kleinem Rahmen zusammen, um gemeinsam der weltweiten Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern. Am Gefallenendenkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges neben der Wendischen Kirche legten sie unter Trommelwirbel und dem Ehrenspalier durch Bundeswehrsoldaten Blumengebinde nieder.

Zu den Anwesenden zählten neben OSL-Landrat Siegurd Heinze und dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bernd Leubner auch die Kreistagsvorsitzende Martina Gregor-Ness, Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich, der Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde Senftenberg Matthias Grzelka und Oberstleutnant Karsten Rost vom Kreisverbindungskommando der Bundeswehr.

Die diesjährigen Veranstaltungen anlässlich des Volkstrauertages standen im Zeichen des Kriegsendes vor 75 Jahren. Heinze: „Heute wächst der Nationalismus erneut, inmitten unserer Gesellschaft. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir öffentlich gemeinsam der Opfer der Kriege gedenken und uns über Grenzen hinweg über vergangenes Leid, dessen Ursachen und die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander austauschen. Wir müssen unser Bewusstsein dafür schärfen, dass der Frieden ein Gut ist, den es zu bewahren gilt.“ Jeder Einzelne könne einen Beitrag hierfür leisten, machte er deutlich. Dies sei heutzutage, angesichts all der Krisen in der Welt und auch der Entwicklungen in Deutschland und Europa, „vielleicht sogar wichtiger denn je“.

Einen besonderen Dank sprach Heinze in Richtung von Bernd Leubner für die Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. aus. Der Volksbund, gegründet am 16. Dezember 1919, ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Aktuell betreut der Volksbund 832 Kriegsgräberstätten mit über 2,8 Millionen Kriegstoten in 46 Staaten. Die Mitglieder dienen Angehörigen in Fragen der Kriegsgräberfürsorge als Ansprechpartner, beraten öffentliche und private Stellen, unterstützen die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördern die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten. Heinze: „17 Millionen Tote des Ersten Weltkrieges und 55 Millionen Tote des Zweiten Weltkrieges sind das furchtbare Ergebnis von Nationalismus, Diktatur und Völkermord. Die Kriegsgräber und die Gedenkstätten für die Toten und Vermissten sind Orte der Trauer und der Erinnerung: Sie mahnen uns zu Verständigung, Versöhnung und Frieden. Die Arbeit des Volksbundes war und ist wichtig. Für das geleistete Engagement gilt Ihnen unser ausdrücklicher Dank und unsere Anerkennung.   red

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