Elbe-Elster Klinikum: Ersten Babys des neuen Jahres ließen auf sich warten

Die kleine Kaja zählt zu den ersten Babys des neuen Jahres im Elbe-Elster Klinikum. Foto: EEK/Die Piktografen

Herzberg.

Geduld war in den ersten Tagen des neuen Jahres im Herzberger Kreißsaal des Elbe-Elster Klinikums gefragt, bis die ersten Kinder das Licht der Welt erblickten. Seitdem geht es jedoch Schlag auf Schlag. Zu den ersten Babys des neuen Jahres gehört die kleine Kaja, die am 4. Januar um 22.04 Uhr geboren wurde. Beim ersten Maßnehmen wog sie 3830 Gramm und war 53 Zentimeter groß. Die Eltern Käthy Müller (22) und Maximilian Kuntzsch (28) aus Doberlug-Kirchhain sind sehr glücklich über ihre erste Tochter. Papa Maximilian war froh, dass er trotz der strengen Corona-Regelungen im Klinikum bei der Geburt dabei sein durfte.

 

„Im Kreißsaal dürfen die werdenden Väter dabei sein, später auf der Wochen-Station hingegen leider nicht“, erläutert die leitende Hebamme Veronika Jeschke die Regularien. „Vor der Geburt führen wir bei den werdenden Müttern einen Corona-Schnelltest durch, denn eine Entbindung mit Maske ist schlicht nicht möglich“, sagt sie. „Dass dann auf der Station absolut kein Besuch erlaubt ist, auch nicht von den Vätern, tut uns zwar für die jungen Familien sehr leid, viele frischgebackene Mütter erleben die Situation aber auch positiv“, erzählt die erfahrene Hebamme aus Gesprächen mit den Müttern. „Die Mütter haben viel mehr Ruhe, können sich aufs Stillen und ihr Baby konzentrieren und von der Geburt erholen. Außerdem werden sie vom Team der Geburtshilfe und Gynäkologie im Krankenhaus liebevoll umsorgt“, fügt Veronika Jeschke an. „Auch wenn in Zeiten der Corona-Pandemie einiges anders ist, sind wir als Ansprechpartner für die werdenden Mütter da und es findet auch die Kreißsaalsprechstunde zur individuellen Geburtsplanung wie gewohnt statt“, betont die Hebamme. 

 

Geburtenstatistik 2020

 

Im vergangenen Jahr kamen im Elbe-Elster Klinikum in Herzberg 482 Babys zur Welt. Diese Zahl ist im Vergleich zu 2019, wo 511 Kinder geboren wurden, leicht gesunken. Hatten im Jahr 2019 die Jungs klar die Nase vorn, so wurden im vergangenen Jahr wieder mehr Mädchen geboren. Von den 482 Babys waren 258 Mädchen und 224 Jungen. Die Hebammen konnten dabei drei Mal Zwillinge im Herzberger Kreißsaal begrüßen, was neben den Eltern auch für das erfahrene Team immer wieder etwas Besonderes ist.

 

Die geburtenstärksten Monate waren im Jahr 2020 der März und November mit jeweils rund 50 Babys, etwas ruhiger ging es hingegen im April und Dezember zu. Das leichteste Kind wog bei seiner Geburt 1950 Gramm, das schwerste dagegen 5124 Gramm. Einen Trend beobachteten die Hebammen in Herzberg in den letzten Jahren: Die Mütter werden wieder jünger. Es gibt deutlich mehr Frauen, die bei der Entbindung 25 Jahre und jünger sind. Dieser Trend setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. Unabhängig davon ist die Mehrzahl der Frauen bei der Entbindung zwischen 25 und 35 Jahre.

 

Hinsichtlich des Einzugsgebietes kommt der Großteil der Schwangeren aus dem Landkreis Elbe-Elster zur Entbindung nach Herzberg. Hinzu kommen diejenigen, die in den Randgebieten der angrenzenden Landkreise Sachsen-Anhalt, Sachsen und Teltow-Fläming wohnen. Außerdem ist zu beobachten, dass es immer wieder Schwangere gibt, die in Dresden, Berlin oder beispielsweise sogar im bayrischen Erdingen weiter entfernt wohnen und sich für eine Entbindung in der ehemaligen Heimat entscheiden. „Hier spielt die familiäre Nähe eine große Rolle. Die Frauen wissen das erste Kind bei den Großeltern gut versorgt und können so beruhigt mit dem weiteren Nachwuchs ins Krankenhaus gehen“, weiß die erfahrene Hebamme.

 

Mia und Emil führen Namenshitliste an

 

Bei der Namenswahl sind vor allem kurze und altdeutsche Vornamen nach wie vor sehr beliebt. Bei den Mädchen führen Mia, Mila und Lotta die Namenshitliste an. Bei den Jungs sind es Emil, Ben und Fynn. Seltener vergeben wurden bei den Mädchen dagegen Namen wie Kiki, Torvi, Enie, Jenna, Hedi und Rosi. Bei den Jungen zählten Jonte, Bobbi, Cosmo, Jeppe, Arjen und Oswin zu den selteneren Vornamen. 

 

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