Umsetzung der Projekte aus dem Sängerstadtbudget

Finsterwalde.

Die Stadt Finsterwalde beteiligt ihre Bürgerschaft durch die Bereitstellung eines zusätzlichen Budgets jährlich an der Gestaltung des Haushaltes über die gesetzlichen Beteiligungsmöglichkeiten hinaus. Die Mittel des Sängerstadtbudgets sollen den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Finsterwalde nutzen und dienen. Für dieses Budget besteht die Möglichkeit zur Einreichung von Vorschlägen, welche sich ausschließlich auf den Bereich der freiwilligen Selbstverwaltungsaufgaben beziehen. Die Bürgerinnen und Bürger der Sängerstadt Finsterwalde entscheiden in direkter Abstimmung über die eingereichten Vorschläge.

In diesem Jahr konnte das Sängerstadtbudget erstmalig zur Anwendung kommen. Dazu hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Finsterwalde im Juni dieses Jahres nach einem langen und intensiven Diskussionsprozess der Richtlinie zum Sängerstadtbudget zugestimmt. Bis zum 01. August konnten die Finsterwalderinnen und Finsterwalder Vorschläge einreichen. Mit Ende der Vorschlagsfrist gingen 22 Vorschläge ein. Alle Vorschläge wurden auf Zulässigkeit, Zuständigkeit, auf ihren Kostenrahmen und sonstige Hinderungsgründe geprüft. Im Ergebnis der Prüfung konnten die Bürgerinnen und Bürger in der Zeit vom 01. September bis 01. Oktober über neun Projekte abstimmen. Die Projekte wurden im August dieses Jahres im Stadtanzeiger veröffentlicht. Mit Ende der Abstimmung haben sich 364 Finsterwalderinnen und Finsterwalder an der Abstimmung beteiligt. Mit Auszählung der abgegebenen Stimmen sowie unter Einhaltung des Budgetrahmens von 25.000 Euro sollen nun sechs Projekte umgesetzt und unterstützt werden.

Auf Platz eins wurde der Vorschlag von Frau Barig und Frau Will aus Sorno gewählt. Das Projekt mit dem Namen „Öffentlicher Bücherschrank und Infopunkt in Sorno“ soll eine Zuwendung in Höhe von 6.000 Euro erhalten. Im öffentlichen Bücherschrank sollen Bücher kostenfrei und unverbindlich zum Tauschen oder Mitnehmen angeboten werden. Ergänzend soll neben dem Schrank eine Informationstafel angebracht werden, in der Aushänge für die Bürgerinnen und Bürger platziert werden können. Eine Bank lädt zudem zum Verweilen ein.

Auf Platz zwei wurde der Vorschlag von Herrn Unger aus Pechhütte gewählt. Die Projektidee „Rasentraktor für die Dorfgemeinschaft Pechhütte zur Pflege des Dorfplatzes“ wird mit 4.500 Euro unterstützt und soll der Erleichterung der Pflege des Dorfplatzes durch die Pechhütter Dorfgemeinschaft dienen.

Auf dem dritten Platz wurde der Vorschlag von Herrn Hänsch aus Finsterwalde gewählt. Die Anschaffung eines „E-Piano für die Trauerhalle in Finsterwalde“ kann mit 2.000 Euro gefördert werden und soll zur individuellen, musikalischen Umrahmung von Trauerfeiern in der Trauerhalle auf dem Friedhof in der Sonnewalder-Straße benutzt werden.

Auf Platz vier und sechs wurden die Vorschläge von Herrn Krüger aus Finsterwalde gewählt. Das Projekt „Bänke in der Bürgerheide“ soll in Abstimmung mit dem Ideengeber durch die Stadt umgesetzt werden. Entlang des Disc-Golf-Parcours werden Bänke im Wert von 5.000 Euro angeschafft. Die Idee einer „Boule-Anlage mit Schachplatz“ soll ebenfalls in Abstimmung mit dem Ideengeber und mit Unterstützung der Stadt umgesetzt werden. Zur weiteren Betätigungsmöglichkeit auf und an den Grünanalagen entlang der Brandenburger-Straße, die seit der Inbetriebnahme des Seniorenzentrums rege genutzt werden, soll die Anlage errichtet werden.  Für die Umsetzung des Projektes werden 3.000 Euro veranschlagt.

Auf den fünften Platz wurde der Vorschlag von Herrn Döring aus Finsterwalde gewählt. Die „Barrierefreie Gestaltung/ Umbau des Streichelzoogeheges im Tierpark Finsterwalde“ ist ein Crowdfunding- Projekt im Gesamtwert von 15.000 Euro. Mit der Zuwendung in Höhe von 4.500 Euro wird die Projektidee ausfinanziert und kann durch den Verein „Freunde und Förderer des Tierparks Finsterwalde“ umgesetzt werden. Das Streichelgehege der Ziegen ist insbesondere für die kleinen Besucher des Tierparks die erste Anlaufstelle. Das Füttern und Bürsten der Tiere bereitet den Kindern große Freude. Der Eingang zur Tieranlage ist jedoch nur über eine stark ansteigende Treppe möglich. Tierparkbesuchern mit körperlicher Einschränkung bleibt somit diese schöne Erfahrung mit den Ziegen verwehrt. Dies soll durch die barrierefreie Umgestaltung geändert werden.

Alles im allem waren die Vorschläge zum Sängerstadtbudget ein gelungener Auftakt mit vielen tollen und ganz unterschiedlichen Projekten, die nunmehr umgesetzt werden können, freut sich Bürgermeister Jörg Gampe.

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