Erstes Halbjahr mit deutlich mehr Umsätzen in Südbrandenburgs Baugewerbe

Cottbus.

Das regionale Baugewerbe spürte die Auswirkungen der Corona-Pandemie bisher kaum und blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2020 zurück. Die Gesamtumsätze lagen rund 4,5 Prozent über dem Vorjahresniveau und sind auf 380 Millionen Euro gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus nach der Auswertung der aktuellen amtlichen Umsatzstatistik für das Bauhauptgewerbe. Landesweit konnten die Umsätze des Bauhauptgewerbes um über 12 Prozent zulegen und somit sogar noch stärker als im IHK-Bezirk.

„Allerdings zeigen die rückläufigen Auftragseingänge um -13,3 Prozent, dass die Auswirkungen der Krise nun auch das Baugewerbe in Südbrandenburg erreichen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle. Die gewerbliche Wirtschaft hat teilweise geplante Investitionen gestoppt, besonders deutlich wird das im gewerblichen und industriellen Hoch- und Tiefbau. Aber auch die öffentliche Hand ist auf Grund der finanziellen Belastungen durch die Corona-Pandemie bei der Auftragsvergabe zurückhaltend.“



Die Entwicklung in den einzelnen Bausparten ist zweigeteilt: Während der Tiefbau im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 11,9 Prozent erwirtschaftet hat, verzeichnet der Hochbau ein Minus von 4,5 Prozent. Gestiegen sind die Umsätze im Straßenbau (+6,6 Prozent) und im sonstigen Tiefbau (+77,5 Prozent). Auch wenn sich das Wachstum im Wohnungsbau etwas abgeschwächt hat (-0,2 Prozent), sind Auftragsbücher hier weiterhin gut gefüllt. Dies belegt ein Anstieg der Auftragseingänge um 6,7 Prozent. Ein Grund für die verhaltene Entwicklung liegt darin, dass durch die Corona-Pandemie bestimmte Aufträge auf Eis gelegt werden. Deutlich nachgelassen hat die Baunachfrage im gewerblichen und industriellen Hochbau (-11,1 Prozent) und -Tiefbau (-29,4) Prozent. Hier ist die Investitionszurückhaltung der gewerblichen Wirtschaft sichtbar.

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