Grundsteinlegung für die Erweiterung der Elsterlandgrundschule

Herzberg. Baustaatssekretär Rainer Genilke hat in der vergangenen Woche in Herzberg an der Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Elsterlandgrundschule teilgenommen. In die Umsetzung dieses Infrastrukturprojektes der Stadt-Umland-Strategie im Süden des Landes fließen mehr als 4,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere Mittel von Bund und Land aus der Städtebauförderung in Höhe von mehr als 500.00 Euro wurden bewilligt. Die Projekte, die die Stadt gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern in Stadt-Umland-Strategie verfolgt, stehen unter dem Motto „Sängerstadt und Elbe-Elster-Land: Gemeinsam für die Zukunft!“.
 
Staatssekretär Rainer Genilke: „Mit dem Stadt-Umland-Wettbewerb wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Städten und ihren Umlandgemeinden unterstützen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Lebensbedingungen für die Menschen im ländlichen Raum zu verbessern. Dazu gehören auch gute Bildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Ich freue mich, dass mit dem Erweiterungsbau der Elsterlandgrundschule in Herzberg gute Bildungs- und Betreuungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf geschaffen werden.“
 
Die Stadt Herzberg (Elster) plant am Schulstandort der Elsterlandgrundschule das Bestandsgebäude mit einem barrierefreien, viergeschossigen Anbau zu ergänzen. In dem in den 1970er Jahren errichteten Gebäude werden Schülerinnen und Schüler mit den sonderpädagogischen Förderbedarfen “Lernen“, “emotionale-soziale Entwicklung“ und “Sprache“ beschult. Es sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, Schülerinnen und Schülern mit Handicap und Hörschädigungen die ungehinderte Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen. Das bestehende Schulgebäude bleibt erhalten und wird um einen viergeschossigen Neubau sowie barrierefreien Eingang mit großzügigem Vorplatz ergänzt.
 
Im Erdgeschoss wird sich die Mensa mit der Ausgabeküche befinden. Daran schließt der Pausenhof mit Sonnenterrasse an. Der Sanitärbereich findet ebenfalls im Erdgeschoss Platz. In den weiteren Geschossen sollen Therapie- und Rückzugsräume für den Differenzierungsunterricht sowie Unterrichtsräume und Lernlandschaften geschaffen werden. Die Ebenen der neuen Unterrichtsräume sind so gestaltet, dass baulich keine Flure ausgebildet werden müssen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Lernlandschaften und Flurbereiche vollwertig möbliert und für pädagogische Zwecke genutzt werden können.
 
Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen rund 5,4 Millionen Euro. Es werden 4,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und rund 545.000 Nationale Städtebauförderungsmittel bereitgestellt. Die Stadt steuert 545.000 Euro bei. Der Erweiterungsbau soll bis Ende März 2022 fertiggestellt werden.

Am Stadt-Umland-Wettbewerb haben sich Ober- oder Mittelzentren, die mit einer oder mehreren Kommunen in ihrem jeweiligen Verflechtungsbereich eine Kooperation bilden, beteiligt. Städte und die sie umgebenden Gemeinden haben Kooperationsprojekte für die Themenfelder Infrastruktur und Umwelt, Energie und Mobilität sowie Wirtschaft und Tourismus entwickelt. Die Vorhaben müssen den Anforderungen der drei Europäischen Fonds für regionale, soziale und ländliche Entwicklung (EFRE, ESF und ELER) entsprechen und werden von den Kooperationspartnern kofinanziert.

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