Moorbrand bei Plessa ist erstes Großschadensereignis 2020

Moorbrand bei Plessa ist erstes Großschadensereignis 2020

Schon wieder im Großeinsatz: Brandenburgs Feuerwehren, das THW und die Bundespolizei konnten den Moorbrand bei Plessa im Landkreis Elbe-Elster zunächst erfolgreich bekämpfen. Glutnester unter dem Moor können aber wieder aufflammen. Symbolbild: Dirk Schumacher | Pixabay

Hohe Waldbrandgefahr im Süden Brandenburgs

Hohenleipisch. Umwelt- und Forstminister Axel Vogel (B'90/Grüne) hat am Dienstag das Loben-Moor bei Plessa im Landkreis Elbe-Elster besucht und sich vor Ort über die Löscharbeiten und die bereits entstandenen Schäden in dem Waldgebiet informiert. Freitagvormittag wurden durch die Brandmeldesensoren Feuer im Wald- und Moorgebiet erkannt und an die Waldbrandzentrale Süd in Wünsdorf, die erst im Frühjahr 2020 eingeweiht wurde, gemeldet. Nur kurze Zeit später waren Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort.

Innerhalb weniger Stunden konnte sich das Feuer auf über zehn Hektar ausbreiten, deshalb gilt dieser Brand schon jetzt als das erste Großschadensereignis im Jahr 2020. Trotz der Löscharbeiten sind mittlerweile rund 100 Hektar von den Bränden erfasst worden. Besonders problematisch sind dabei die unterirdischen Brandherde im Moorgebiet, die auch nach den Löscharbeiten immer wieder aufflammen können.

"Unser Dank gilt zunächst den vielen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren, dem Landesbetrieb Forst, dem THW, den eingesetzten Hilfsorganisationen und der Bundespolizei, die sich seit Freitagvormittag mit unermüdlichem Einsatz um die Eindämmung der Brandflächen und den Schutz des wertvollen Loben-Moores im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft kümmern", so Vogel am Pfingstmontag. Ihnen sei es zu verdanken, dass das Feuer sich nicht noch weiter ausbreiten konnte.

Die Kommunikationskette zum Ausbruch des Brandes habe gut funktioniert, so dass die Einsatzkräfte schnell zu Stelle waren. "Aber wir müssen erkennen, dass die Gewalt des Feuers in einem Moorgebiet nicht leicht in den Griff zu bekommen ist", so der Minister weiter. Zugleich wies er auf die Bedeutung der Moore für Umwelt, Klima und Wald hin. "In den von Kiefern dominierten Brandenburger Wäldern sind Waldmoore wichtige Wasser- und Kohlenstoffspeicher. Zugleich sind sie Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität, zur Wasserversorgung der oft trockenen Böden und zum Klimaschutz", so Axel Vogel.  red/sg


In den südlichen Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz gilt zurzeit die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5.

Das Rauchen im Wald ist ebenso verboten wie das Wegwerfen von Zigarettenkippen oder das Parken nah am Waldrand, da schon der heiße Auspuff des Autos ausreicht, um  trockene Grasstreifen zu entzünden.

Wer einen Brand entdeckt, sollte umgehend die Feuerwehr unter 112 benachrichtigen.

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