Kammern fordern unverzügliche Liquidität für Brandenburgs Wirtschaft und effektivere Kommunikation

Cottbus.

Die Brandenburger Industrie- und Handelskammern haben sich mit Wirtschaftsminister Prof. Dr. Jörg Steinbach zur schwierigen Lage der Unternehmen ausgetauscht. Seitens des Landes wurden Maßnahmen zur Unterstützung der Liquidität der regionalen Wirtschaft für kommende Woche avisiert.



Entschiedeneres Handeln gefragt
„Wir müssen Brandenburgs Wirtschaft und die Arbeitsplätze schützen. Die Krise trifft kleine und mittlere Unternehmen jetzt besonders hart. Die Landespolitik muss einheitlich kommunizieren und agieren. Das gilt auch für die Landkreise. Es kann nicht sein, dass es verschiedene Auslegungen der Landesverordnungen in Brandenburg gibt! Wie man mit der Krise besser umgehen kann, zeigen andere Bundesländer. Dort läuft eine regelmäßige und schnellere Kommunikation auf Fach- und Spitzenebene“, sagt Peter Kopf, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs.



Aus Sicht der Wirtschaftskammern müssen jetzt folgende Maßnahmen getroffen und umgesetzt werden:

Die Liquidität muss durch einen schnellen Zugang zu den Zuschussprogrammen des Landes und des Bundes für Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen gesichert werden. Das bedeutet, dass die Mittel für die Unternehmen ohne große Vorabprüfung durch das Land sofort abrufbar sein sollen.

Zudem brauchen wir umgehend Hilfen für Selbständige und Einzelunternehmer – das Land Berlin hat hier eine Steilvorlage geliefert, der Brandenburg nicht nachstehen sollte.



Darüber hinaus braucht es 100-prozentige Landesbürgschaften als Globalbürgschaften für die Banken und Sparkassen in Brandenburg, damit diese Liquiditätsdarlehen an die Unternehmen ausgereicht werden können.

Mittelfristig muss das Land Beteiligungsinstrumente installieren und bestehende anpassen, um die Eigenkapitaldeckung der Unternehmen zu stärken.
Die vom Bund geplanten Steuererleichterungen müssen von den Finanzämtern in Brandenburg einheitlich und schnell umgesetzt werden. Hier muss im Sinne der Unternehmen agiert werden.

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