Aufstiegs-BAföG: Mehr Geld für die berufliche Fortbildung

Cottbus.

Vom Gesellen zum Meister, vom Meister zum Betriebswirt: Wer einen beruflichen Aufstieg im Handwerk anstrebt, wird ab August 2020 besser gefördert. Der Bundestag hat die Reform des sogenannten Aufstiegs-BAföG verabschiedet, von dem künftig noch mehr Fortbildungswillige profitieren könnten.


"Junge Handwerker, die sich nach der Gesellenausbildung auf die Führung von Handwerksbetrieben fortbilden, werden finanziell stärker entlastet.

Der Beitrag zum Lebensunterhalt für den Besuch von Vollzeitkursen wird künftig zu 100 Prozent als Zuschuss gewährt. Ein gravierender Eckpfeiler ist, dass Existenzgründern das Darlehen für die Lehrgangs- und Prüfungskosten vollständig erlassen wird. Statt Darlehensschulden für Fortbildungen zu tilgen, können die Junghandwerker eher Investitionen für das Unternehmen tätigen, das sie neu gegründet oder übernommen haben", begrüßt Peter Dreißig, Präsident der HWK Cottbus, die Zustimmung des Bundestages zum Ausbau der Aufstiegsförderung.

 

Die neuen Regelungen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) bedeuten zum einen mehr Geld, zum anderen können Handwerker – anders als bisher – die Förderleistung mehrfach in Anspruch nehmen.

 

Die wichtigsten Verbesserungen ab August 2020:

 

– Lehrgangs- und Prüfungskosten werden künftig zu 50 Prozent vom Staat

  bezuschusst (bisher 40 Prozent), der Rest als Darlehen gewährt.

– Bei Existenzgründung erfolgt ein vollständiger Erlass der

  Darlehensschuld.

– Der einkommensabhängige Zuschuss zum Unterhalt wird zu einem

  Vollzuschuss ausgebaut (bisher 50 Prozent).

– Der Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende wird von 130

  auf 150 Euro pro Monat erhöht.

 

 

Hintergrund:

Im Kammerbezirk der HWK Cottbus werden Förderungen stark in Anspruch genommen, um eine Weiterbildung im Handwerk zu finanzieren: Von 332 Teilnehmern, die 2019 die Meisterschule gestartet haben oder sich in laufenden berufsbegleitenden Kursen befinden, haben 232 den Antrag auf Aufstiegs-BAföG gestellt. Damit nutzen fast 70 Prozent die bisherige Förderung.

Darunter sind auch 25 Teilnehmer, die den Abschluss als Geprüfter Betriebswirt nach Handwerksordnung oder als kaufmännischer Fachwirt anstreben.

 

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