Junge Freiwillige engagieren sich fürs Gemeinwohl

Potsdam.

Fast 900 Jugendliche engagieren sich alljährlich im Land Brandenburg in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) – in der Kinder- und Jugend-, Kranken- oder Altenhilfe, in Sportvereinen und Schulen, kulturellen Einrichtungen, bei der Denkmalpflege, in Sachen Nachhaltigkeit oder Politik. Jugendstaatssekretär Thomas Drescher hat sich am Nachmittag mit ehemaligen und künftigen FSJ-lern zum Erfahrungsaustausch in Potsdam getroffen. 

 

Staatssekretär Drescher: „Jugendfreiwilligendienste bieten hervorragende Möglichkeiten, um sich nach dem Schulabschluss zu orientieren, Einblicke ins „richtige Leben“ zu bekommen, soziale Kompetenzen zu entwickeln, Berufe kennenzulernen, andere Perspektive und neue Wege zu  beschreiten und sich auf Zeit bürgerschaftlich zu engagieren.“

 

Im Land Brandenburg leisten 883[1] Jugendliche ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Rund 20 anerkannte Träger stellen in Brandenburg alljährlich hunderte FSJ-Plätze und drei anerkannte FÖJ-Träger etwa 120 FÖJ-Plätze bereit (FÖJ= Freiwilliges Ökologisches Jahr). Träger sind beispielsweise die Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd), der Landesjugendring Trägerwerk e.V., das DRK, der Arbeitersamariterbund, die Arbeiterwohlfahrt, das Diakonisches Werk oder die Caritas.

 

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport fördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds alljährlich insgesamt 119 FSJ-Plätze in der Kinder- und Jugendhilfe und im Sport. Seit Herbst 2017 gibt es das Brandenburger Sonderprogramm FSJ Schule. Beim FSJ Schule bekommen junge Menschen die Gelegenheit, die Schule aus einem anderen Blickfeld zu sehen, einen Einblick in einen pädagogischen Beruf zu bekommen und sich darin auszuprobieren. Es richtet sich insbesondere an Jugendliche, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten wollen, später einen sozialen oder pädagogischen Beruf ergreifen, Sport/Sport-management oder Lehramt studieren möchten.

Beim FSJ-Schule können die Freiwilligen erproben, ob sie den Herausforderungen eines pädagogischen Berufes gewachsen sind. Sie können – nach ihren persönlichen Vorstellungen und Wünschen – beispielsweise einbezogen werden bei:

  • der Begleitung von Lerngruppen oder einzelner Schülerinnen und Schüler,
  • der Leseförderung oder in Förderkursen für Flüchtlingskinder sowie Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf,
  • Ganztagsangeboten, Mitarbeit in der Nachmittagsbetreuung,
  • schulischen Veranstaltungen,
  • Schülerpraktika und Maßnahmen der Berufs- und Studienorientierung,
  • eigenen Projekten wie Schulhomepage, Schülerzeitung oder -radio, Schülerfirma oder Schulbibliothek,
  • Schul- und Klassenfesten, Exkursionen, Klassenfahrten oder Wandertagen,
  • der Arbeit des Schülerrates sowie im
  • Sportunterricht und der Mitgestaltung eines „bewegten“ Schulalltags.

Im aktuellen Schuljahr 2019/20 nehmen 85 Freiwillige am FSJ-Schule teil. Dafür stehen im Haushaltsjahr 2019 insgesamt 451.000 Euro bereits.

 

Seit 1. August 2019 gibt es das neue VBB-Azubi-Ticket für 365 Euro pro Jahr, das auch FSJ-ler nutzen können. Damit werden der Einsatz und das Engagement der Freiwilligen, die außer einem Taschengeld keine Vergütung erhalten, in besonderer Weise unterstützt und anerkannt.

 

Neu ist auch, dass FSJ-ler, die ein ganzes Jahr lang einen Jugendfreiwilligendienst geleistet haben, nunmehr auch die Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg mit vielen Vergünstigungen erhalten können.

 

Weitere Informationen:

Freiwilligendienste im Land Brandenburg

VBB Azubi-Ticket

Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg



[1] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Stand vom 1.12.2018

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