Zehn Jahre Rettungshundestaffel Finsterwalde

Die Mitglieder der Rettungshundestaffel vor dem neuen Einsatzfahrzeug. Foto: CW

Massen.

Wenn Faya, Cody oder Limit gerufen werden, schweben vermisste Personen in Lebensgefahr. Dann sind die Spürnasen der Rettungshundestaffel Finsterwalde neben Polizei und Feuerwehr ein wichtiger Bestandteil der Rettungskette in den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz. Das zehnjährige Bestehen wurde Anfang November im Sanitätshaus Kröger in Massen feierlich begangen.

 

Dabei erinnerte  der Leiter der Rettungshundestaffel Andre Wagner an die Anfänge, als er sich gemeinsam mit seiner Frau Birgit und Grit Schreiber bis zur Rettungshundestaffel nach Forst aufmachte, auf der Suche nach einer sinnvollen Aufgabe mit den Hunden. Da die Wege im Laufe der Zeit zu weit für das intensive Training wurden, kam die Idee, eine eigene Rettungshundestaffel in Finsterwalde zu gründen. Beim damaligen DRK-Geschäftsführer Ulrich Tallarek stießen sie auf Begeisterung und offene Ohren. Als Mann der ersten Stunde wurde er an diesem Abend geehrt. Für ihr Engagement in der Rettungshundestaffel erhielten die Gründungsmitglieder Grit Schreiber und Birgit Wagner das Verdienstabzeichen in Silber des DRK-Landesverbandes Brandenburg, Andre Wagner wurde mit dem Verdienstabzeichen in Gold ausgezeichnet.

Bei der Festveranstaltung betonte auch die Vorstandsvorsitzende Bianka Sebischka-Klaus den besonderen Stellenwert der Rettungshundestaffel im Hilfesystem und dankte vor allem den Arbeitgebern für ihr Verständnis, wenn Mitarbeiter zu Einsätzen gerufen werden. Damit die Rettungshundestaffel auch zukünftig schnell und sicher zu den Einsatzorten gelangen kann, wurde bei der Festveranstaltung als besonderes Highlight ein neuer Einsatzwagen übergeben. Die Anschaffung wurde durch großzügige Spenden der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ sowie der Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger GmbH ermöglicht.

 

Stolz ist man bei der Rettungshundestaffel besonders auf einen Personenspürhund, sogenannter Mantrailer. „Die Nase des Hundes ist millionenfach besser als die des Menschen und kann nicht durch technische Geräte ersetzt werden“, sagt Andre Wagner. In ganz Brandenburg gibt es nur drei solcher Mantrailer, einen davon in Finsterwalde. In der Rettungshundestaffel sind gegenwärtig 22 Mitglieder mit 23 Hunden aktiv. Wer die Rettungshundestaffel unterstützen möchte, kann dies in Form einer Hundepatenschaft tun. Weitere Informationen dazu unter www.rhs-patenschaft.de .

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