8. Storchentag in Kleinrössen - eine gut gelungene Veranstaltung

Kleinrössen.

Der Falkenberger Naturschutzverein „Elsteraue“ hat im Rahmen des Familiensonntag im Naturschutzzentrum Kleinrössen den „8. Tag der Weißstörche“ veranstaltet.

Sabine Lehmann - seit 2015 Weißstorch-Betreuerin im Altkreis Herzberg - begrüßte zu Beginn der Veranstaltung die zahlreich gekommenen Horstbetreuer und deren Familienangehörige. In ihrem Vortrag zur diesjährigen Brutsaison der Weißstörche konnte sie wider aller Erwartungen doch auf eine erfolgreiche Bilanz verweisen. Aus 25 besetzten Horsten waren insgesamt 63 Jungstörche ausgeflogen. Das ist erfreulich, denn im vorausgegangen Jahr 2017 gab es in 20 besetzten Horsten nur 44 Jungstörche. Doch der diesbezügliche Höchstwert liegt bei 87 ausgeflogenen Jungstörchen im Jahr 2012.

Es gab auch in diesem Jahr negative Zwischenfälle in verschiedenen Horsten. 12 Eier und 2 Jungstörche wurden abgeworfen oder stürzten ab. Einer der ausgeflogenen Jungstörche war in Schlieben auf dem Kopf einer Sirene gelandet. Als dieser mit lautem Heulen einen Feuerwehreinsatz auslöste, erschrak sich der junge Storch derart, dass er herunterstürzte und auf dem gepflasterten Boden aufschlug. Er hatte sich dabei einen Flügel verletzt. Wie immer in solchen Fällen, wurde der Storch zum Revierförster Gernot Heindl nach Reddern bei Calau gebracht. Dort wurde er versorgt und gefüttert, bis er nach einigen Tagen erfolgreich ausgewildert werden konnte.

Holger Teichert aus Kosilenzien berichtete in seinem Lichtbildervortrag, mit welchem Aufwand er an beringten Störchen die Ringnummern abliest. Seit dem 19. Jahrhundert werden Vögel beringt. Durch die Beringung können die Vögel jederzeit identifiziert werden. So kann man mit Hilfe von Rückmeldungen feststellen, wann und wo sie sich aufhalten, oder wie alt die Vögel sind. Dazu ist es natürlich notwendig, dass es Naturfreunde gibt, die mit einem Spezialfernrohr - ein sogenannte Spektiv - die jeweiligen Ringnummern ablesen. Holger Teichert macht diese sehr zeit- und kraftaufwändige Arbeit seit einigen Jahren. Er steht dabei am Boden oder besteigt Dächer, um einen möglichst günstigen Standort bei seinen Ringablesungen zu finden. Die abgelesenen Ringnummern werden der Vogelwarte Hiddensee - die jetzt allerdings in Greifswald ihren Standort hat - gemeldet. Dort hat jeder beringte Storch eine Art von Steckbrief, was aus Forschungszwecken von großer Bedeutung ist. Holger Teichert berichtete über einen im Altkreis Herzberg gesichteten Ringstorch, der mit seinem Alter von 25 Jahren wohl sogar als ein Methusalem-Storch bezeichnet werden kann.

Dieter Lehmann, Naturschutzverein „Elsteraue“ Falkenberg

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