Netzhoppers konnten Berlin ärgern

Netzhoppers konnten Berlin ärgern

Nach einem hartem Kampf unterlag das Dahmeland-Team den Hauptstädtern nach 109 Spielminuten mit 1:3-Sätzen (29:31, 22:25, 25:21, 11:25). Foto: Dagmar Jaschen

Die Berlin Recycling Volleys gewinnen nach hartem Match in der Landkost-Arena Bestensee

Königs Wusterhausen / Bestensee. Eine richtig starke Generalprobe vor dem DVV-Pokalfinale am kommenden Sonntag (28. Februar) zeigte Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee im Heimspiel gegen den deutschen Meister BR Volleys. Nach einem hartem Kampf unterlag das Dahmeland-Team den Hauptstädtern nach 109 Spielminuten mit 1:3-Sätzen (29:31, 22:25, 25:21, 11:25). Wertvollste Akteure der Partie wurden bei den Gastgebern Karli Allik (Silber) und bei den Berlinern der US-Amerikaner Benjamin Patch. In der Tabelle rutschten die Brandenburger auf den siebten Platz ab (26), da Verfolger Lüneburg seine Heimpartie gegen Giesen mit 3:2-Sätzen gewann und sich somit auf Platz fünf verbesserte (28).

Mit einem Erfolg am 6. März in Giesen (9. Rang, 23 Zähler) im letzten regulären Saisonmatch können die Netzhoppers den Einzug in die Playoffs noch aus eigener Kraft realisieren, da das Restprogramm zuvor von Helios mit Partien in Friedrichshafen (25. Februar) und Herrsching (27. Februar) alles andere als leicht sein dürfte.

„Ich denke, wir haben drei Sätze mit den BR Volleys auf Augenhöhe agiert und richtig stark gespielt“, so der verletzte Zuspieler und Kapitän Byron Keturakis, der auch noch ein Lob für seinen Ersatzmann Kamil Droszynsky übrig hatte. „Kamil ist ein würdiger Vertreter auf meiner Position.“ Da der Pole jedoch im Pokalfinale gesperrt ist ruhen die Hoffnungen der Netzhoppers auf eine Rückkehr ihres seit Wochen am Rücken verletzten Kapitäns. „Ob es für das Endspiel gegen Frankfurt reicht, kann ich jetzt noch nicht sagen“, informiert der Kanadier Keturakis. Richtig stark begannen die Hausherren gegen den amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger. Bis zum 22:17 lag die Mannschaft von Chefcoach Christophe Achten gegen den haushohen Favoriten im ersten Abschnitt immer vorn. Dann war es für die Volleys Sergej Grankin, der mit einer Aufschlagserie den 22:22-Ausgleich herstellte. Erst nach einem Fehler von Johannes Mönnich, der nach einem schlechten Zuspiel am Block der Berliner scheiterte, konnten die Hauptstädter sich den ersten Satz mit 31:29 sichern.

„Gegen die Aufschläge von Sergej fanden wir keine Mittel“, ärgert sich Achten über den doch noch verlorenen Durchgang. Auch im folgenden Abschnitt dominierte seine Mannschaft von Anfang an das Geschehen auf der Platte (5:1). Anschließend nutzten die BR Volleys eine Schwächephase der Brandenburger aus und konnten nach einem Punkt von Anton Brehme sich zwischenzeitlich auf 18:13 absetzen. Achten reagierte und brachte mit James Jackson für Mönnich einen neuen Spieler in die Partie. Doch auch mit dem Kanadier auf dem Spielfeld gelang die Wende nicht mehr. Timothée Carle verwandelte den ersten Satzball zum 25:22 für sein Team.

Nach einer starken Aufschlagserie mit zwei Assen in Folge setzten sich die Netzhoppers im dritten Satz mit 13:9 ab. Achten wechselte Routinier Dirk Westphal ein, der gegen seinen alten Verein die nötige Ruhe an den Tag legte, sodass sich die Gastgeber völlig verdient den dritten Abschnitt mit 25:21 holen konnten. Nach einer 3:2-Führung im vierten Durchgang kam der große Auftritt von MVP-Benjamin Patch, der mit einer 8:0-Aufschlagserie vorzeitig die Weichen auf Sieg stellte. Von diesem Schock erholten sich die Netzhoppers nicht mehr. Mit 25:11 ging der Schlussabschnitt ziemlich deutlich an den Tabellenzweiten (43). „Patch machte zum Schluss den Unterschied aus. Am Ende fehlte meinen Jungs etwas die Kraft, um doch noch die Wende einzuleiten. „Wir haben in den ersten drei Sätzen jeweils schlecht angefangen und sind immer hinterhergelaufen. Das verfolgt uns die ganze Saison“, ärgert sich BR-Trainer Cedric Enard über den Auftritt seines Teams.

„Die Netzhoppers können uns immer Probleme bereiten, wenn wir unser Niveau nicht abrufen. Das hat man auch heute gesehen, aber ich finde, dass bei uns großer Kampfgeist zu spüren war“, fügt sein Spieler Samuel Tuia noch hinzu. Guter Dinge im Hinblick auf das Pokalfinale am kommenden Sonntag in Mannheim ist jedenfalls Netzhoppers-Akteur Theo Timmermann. „Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, mit einem Spitzenteam auf Augenhöhe zu agieren. Jetzt wollen wir auch den Pokal-Titel holen.“ red/jr

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