Situation im Klinikum bleibt weiterhin angespannt

Aktuelle Corona-Lage am Klinikum Niederlausitz (15. Januar)

Annette Jäpel und Viola Weinert unterstützen im täglichen Ablauf. Hier kümmern sie sich um die Reinigung und Desinfektion der Gummischuhe, welche auf den Pandemie-Stationen Vorschrift für die Mitarbeiter sind. Foto: © KNL / Anne Herrmann

Senftenberg. Mit dem 15. Januar 2021 werden 38 Covid-19-Patienten im Krankenhaus in Senftenberg behandelt, davon sieben intensivmedizinisch und fünf beatmet. Die Zahl der neu aufgenommenen Covid-19-Patienten bewegt sich auf stabilem Niveau. Verlegungen in andere Häuser sind seit Jahresbeginn nicht notwendig gewesen. Die Situation im Klinikum bleibt weiterhin angespannt. Helferaufruf erfolgreich beendet.

In der vergangenen Woche wurden im Klinikum Niederlausitz im Durchschnitt pro Tag 40 Patienten mit Covid-19 behandelt und fünf Covid-19-Patienten täglich neu aufgenommen. Die Patientenzahl lässt sich somit als stabil mit leichtem Aufwärtstrend einordnen. Auffallend ist, dass vergleichsweise jüngeren Patienten der 1950er bis 1970er Geburtsjahre mit schweren Covid-19-Verläufen im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das Klinikum appelliert daher wiederholt zum strikten Einhalten der Maßnahmen, wie Einschränken der Kontakte, Abstand halten und Tragen von Mund-Nasen-Schutz. Gleichzeitig wird aufgrund der Witterungsbedingungen und damit einhergehender erhöhter Unfallgefahr zu Vorsicht bei Glatteis und Schneematsch aufgerufen. Damit ausreichend Personal für die Akut- und Notfallversorgung zur Verfügung steht, finden weiterhin keine verschiebbaren Behandlungen am Klinikum Niederlausitz statt.

Helferaufruf beendet


Trotz der anhaltenden angespannten Situation im Klinikum sind die Mitarbeiter dank der Erfahrungen aus den letzten Monaten sowie des Einsatzes des Hilfspersonals routinierter in ihren Abläufen und vertrauter mit zum Teil neuen Aufgabenbereichen. „Wir können noch nicht von Entspannung reden, spüren aber eine Stabilisierung der Personalsituation. Einige der im Dezember erkrankten Mitarbeiter sind wieder genesen und Einsatzbereit. Die zahlreichen Unterstützungskräfte aus dem Helferaufruf im Dezember haben mit großer Initiative und Engagement beim alltäglichen Ablauf auf den Stationen und in der Notaufnahme geholfen und somit zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung im Landkreis beigetragen. Wir sind nach wie vor absolut überwältigt und können nur unseren herzlichsten Dank ausrichten: an diejenigen, die derzeit vor Ort sind, als auch an jene, die sich bisher gemeldet haben“, fasst Tobias Vaasen, Geschäftsführer der Klinikum Niederlausitz GmbH, die Lage zusammen. Auf den Helferaufruf haben sich insgesamt 211 Menschen gemeldet. Daraus resultieren 40 Einstellungen von pflegerischen Hilfskräften und Assistenzärzten. Zwei davon sind Annette Jäpel und Viola Weinert. Frau Jäpel selbst ist Mitglied der Rettungshundestaffel Finsterwalde, hat vom Aufruf über den DRK-Landesverband gehört und nicht lange gezögert in ihrer freien Zeit zu helfen. Beide wurden freundlich aufgenommen. Viola Weinert war überrascht über die Herzlichkeit des Personals auf der Pandemiestation und besonders von den Auszubildenden zum Pflegefachmann angetan: „Die Schülerinnen und Schüler waren aufgeschlossen und sehr fleißig. Sie haben täglich ihr Bestes gegeben“, betont Frau Weinert. Zunächst sind keine weiteren freiwilligen Helfer notwendig. Das Klinikum Niederlausitz dankt allen weiteren Interessierten für Ihre Bereitschaft.

Mitarbeiter geimpft

Mit einem weiteren zusätzlichen Impftag im Klinikum Niederlausitz haben an insgesamt fünf Impftagen rüber 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Impfschutz vor Covid-19 erhalten. Dafür wurden aus eigenen Kräften zwei ausgeklügelte Impfstraßen eingerichtet, die einen reibungslosen und komplikationsfreien Ablauf der Mitarbeiterimpfung gewährleisteten. Seit Anfang des Jahres ist kein weiterer Mitarbeiter positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. red

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