Netzhoppers enttäuscht nach Heimniederlage

Das Heimspiel lief anders als erwartet

Das Heimspiel lief anders als erwartet. Woran es lag, wird im kommenden Training genauestens analysiert. Dann geht´s mit Vollgas weiter. Foto: Dagmar Jaschen

Königs Wusterhausen / Bestensee. Seine vierte Heimniederlage in dieser Saison, die am Ende der regulären Spielzeit noch richtig weh tun kann, kassierte Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee. Gegen die SVG Lüneburg, die vor der Partie auf Rang neun liegend erst drei Siege in dieser Serie verbuchen konnte, setzte es in der Landkost-Arena eine deutliche 0:3-Niederlage (22:25, 23:25, 22:25), die so im Vorfeld nicht zu erwarten war, weil das Dahmeland-Team das Hinspiel noch mit 3:2-Sätzen siegreich beenden konnte und erst am vergangenen Spieltag mit einem starken Auftritt in Frankfurt, der einen 3:2-Erfolg brachte, aufhorchen ließ. Da die United Volleys, gegen die es auch im Pokalfinale am 28. Februar um den Titelgewinn geht, ihr Match ebenso etwas überraschend mit 3:0-Sätzen in Herrsching gewinnen konnten, ging es für die Netzhoppers runter auf den achten Tabellenplatz (15 Punkte).

„Natürlich haben wir versucht, die Begegnung gegen Lüneburg zu gewinnen. In den entscheidenden Momenten der Partie war die SVG immer etwas wacher als mein Team, sodass der Erfolg der Gäste auch voll in Ordnung geht“, so ein sichtlich angefressener Netzhoppers-Coach Christophe Achten, „nach den guten Trainingsleistungen vor dem Sieg in Frankfurt war ich mit den Einheiten in den Tagen vor dem Match gegen Lüneburg nicht so zufrieden. Woran das genau lag werden wir intern in den nächsten Tagen analysieren müssen.“

Deutlich bessere Laune als sein Gegenüber aus Belgien hatte der Coach der Niedersachsen. „Wir hatten uns nach einer etwas schwächeren Hinrunde, in der wir viele Partien nur sehr knapp verloren hatten, für den Start der zweiten Saisonhälfte so einiges vorgenommen. Ich denke, mit dem Erfolg bei den Netzhoppers ist uns der Auftakt erst einmal gelungen. Ich freue mich sehr über die drei Punkte, die uns in der Tabelle im Kampf um einen Play-off-Platz so richtig gut tun“, sagt SVG-Trainer Stefan Hübner nach dem Erfolg im brandenburgischen Bestensee. Die Gastgeber erwischten einen guten Start in die Partie und gingen nach einem Blockpunkt von Johannes Mönnich und zwei weiteren Zählern von Dirk Westphal schnell mit 3:1 in Führung. Die Lüneburger zeigten sich jedoch nicht geschockt und spielten konzentriert ihren Stiefel herunter. Bis zum 14:14 agierten beide Teams noch auf Augenhöhe. Angetrieben vom überragend spielenden US-Amerikaner Jordan Ewert, der mit 20 Punkten mit der Goldmedaille für den wertvollsten Spieler ausgezeichnet wurde (MVP), konnte sich die SVG anschließend mit drei Zählern absetzen (17:14). Diese Führung verteidigte das Hübner-Team auch bis zum Schluss des Durchganges, in dem Jannik Pörner mit dem Punkt zum 25:22 endgültig den Deckel drauf machte.

Die Pausenansprache von Achten fruchtete erst einmal nicht, denn die Niedersachsen knüpften im zweiten Satz nahtlos an den ersten an. Nach nur wenigen Minuten konnten sich die Gäste auf 4:1 absetzen. Auch eine Auszeit von Achten brachte keinen Erfolg, denn Lüneburg behauptete weiterhin den deutlichen Vorsprung (15:10). Die Netzhoppers fanden in den folgenden Minuten mit einer starken Energieleistung zwar ihren Faden zurück und waren beim 18:18 nach einem Abstimmungsfehler der SVG-Deckung wieder im Match drin. Aber auch bei den Hausherren schlichen sich in der Schlussphase viel zu leichte Fehler in der Annahme und im Abschluss ein, sodass die SVG nach einem Block von Jakub Kovac, der knapp im Aus landete, auch den zweiten Satz mit 25:23 erfolgreich gestalten konnten.

Am dritten und letzten Durchgang werden die Netzhoppers sicherlich noch einige Zeit zu knabbern haben, denn ähnlich wie in der Partie in Frankfurt (11:5) gelang es der Mannschaft nicht, eine deutliche Führung über die Zeit zu bringen. Beim 13:8 für das Dahmeland-Team sah alles noch nach einer klaren Sache aus – doch weit getäuscht. Wie schon im Abschnitt zuvor häuften sich die Eigenfehler der Brandenburger, die den Vorsprung beim 19:19 endgültig eingebüßt hatten.

Lüneburg witterte die Gunst der Stunde und ging beim 21:20 das erste Mal in diesem Durchgang in Führung, die die SVG auch nicht mehr aus ihren Händen gab. Ein Aufschlagfehler vom Kanadier James Weir sorgte für den 25:22-Satzgewinn für die Gäste. Das nächste Match bestreiten die Netzhoppers am kommenden Samstag, den 23. Januar, um 20 Uhr bei den Volleyball Bisons Bühl, gegen die es im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison eine 1:3-Heimniederlage setzte. red/jr

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