Gurkenernte durch Corona erschwert

Gurkenernte durch Corona erschwert

Im Spreewald warten tonnenweise Gurken auf ihre Ernte. Auch den Erzeugern des ortstypischen Gemüses fehlen in diesem Jahr viele Erntehelfer, weil Ukrainer nach ihrer Einreise weiterhin für 14 Tage in Quarantäne müssen. Abhilfe soll nun eine so genannte "Arbeitsquarantäne" schaffen, die die Landwirte ermöglichen wollen. Foto: Spreewaldverein

Erntehelfer aus der Ukraine müssen in Quarantäne

Lübben. Die Ernte der berühmtesten Gurken der Welt ist angelaufen. Coronabedingt stehen die Betriebe der Schutzgemeinschaft "Spreewälder Gurken" in diesem Jahr vor besonders großen Herausforderungen. Trotzdem entspricht die Größe der Anbaufläche mit rund 500 Hektar dem Niveau des Vorjahres. Davon wachsen auf rund 50 Hektar Bio-Einlegegurken.

Geerntet wird in einigen Betrieben seit vergangener Woche. Bei den Bio-Gurken begann die Ernte eine Woche früher. Hochgerechnet mit den üblichen Hektarerträgen könnte am Ende der Saison ein Ertrag von etwa 30.000 Tonnen Einlege- und Schälgurken zusammen kommen. Auch in diesem Jahr sorgten die Eisheiligen mit bis zu minus sechs Grad am 12. Mai für Frostschäden auf den Gurkenflächen, die bereits bestellt waren. Punktuelle Nachpflanzungen und Aussaat je nach Lage der Flächen waren die Folge.

Im Gegensatz zum Vorjahr blieb die Witterung bis Mitte Juni relativ kühl und verzögerte das Wachstum. Lokaler Starkregen verstärkte zudem die uneinheitliche Entwicklung der Gurkenschläge und die Anfälligkeit der Bestände gegenüber Krankheiten. Insbesondere der falsche Mehltau führt stellenweise zu Ernteeinbußen.

Der um eine Woche verzögerte Erntebeginn kam den Betrieben entgegen, die den Bedarf an Erntehelfern bis dahin noch nicht sichern konnten. Mittlerweile ist nur noch der Einsatz ukrainischer Erntehelfer problematisch. Denn nach Deutschland einreisende Ukrainer müssen zunächst 14 Tage in Quarantäne. Die Betriebe versuchen nun eine Arbeitsquarantäne zu ermöglichen. Insgesamt benötigen Spreewälder Anbau- und Verarbeitungsbetriebe rund 3.000 Helfer jährlich. red/sg

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