Kreative Lösung fürs Fitness-Training in Corona-Zeiten

Kreative Lösung fürs Fitness-Training in Corona-Zeiten

Cindy Jentsch leitet zwei Fitnessstudios in Königs Wusterhausen und Eichwalde. Für ihre Kundinnen hat sich die kreative Unternehmerin Trainingslösungen einfallen lassen und sichert damit Arbeitsplätze und ihre eigene Existenz. Foto: privat

Cindy Jentsch will ihre Studios sicher durch die Krise bringen

Königs Wusterhausen/Eichwalde. Viele Unternehmen können aufgrund der aktuell festgelegten Geschäftsschließungen ihre Dienstleistungen und Produkte nicht mehr wie gewohnt anbieten. Das betrifft auch Fitnessstudios, die ihren Mitgliedern kein Training vor Ort in den Clubs mehr ermöglichen dürfen.

Einige Anbieter haben ihren Mitgliedern bereits ein umfangreiches digitales Trainingsprogramm mit intensiver persönlicher Betreuung via Telefon oder online zur Verfügung gestellt. "Unsere Mitglieder trainieren aktuell zuhause weiter", erzählt Cindy Jentsch. Sie ist Inhaberin von zwei Clubs der Franchise-Kette Mrs. Sporty in Eichwalde und Königs Wusterhausen. Das tut nicht nur dem Unternehmen gut, sondern auch den Mitgliedern, die sonst kaum noch Sport treiben könnten.

Zudem sei es ein Beweis, dass es innerhalb der Fitnessbranche ganz unterschiedliche Wege gibt, um mit der aktuellen Situation umzugehen, so Jentsch. Pauschale Aussagen, keine Beiträge mehr zu bezahlen, hält die Unternehmerin für kontraproduktiv. Auch wenn die Türen von Fitnessstudios vorerst geschlossen bleiben müssen, gibt es Betreiber wie Cindy Jentsch, die sich in dieser Situation besonders für ihre Mitglieder und auch für den Weiterbestand der Studios und der Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiterinnen engagieren und ihre Dienstleistungen so gut wie möglich weiter anbieten.


Absolute Ausnahmesituation

"Wir befinden uns aktuell in einer Ausnahmesituation, die wir bis vor Kurzem nicht für möglich gehalten haben. Das heißt aber nicht, dass wir einfach zumachen und abwarten, bis wir ganz normal weitermachen können", so Cindy Jentsch. Im Gegenteil: Jetzt seien Umdenken und Kreativität gefragt, um eine Lösung zu finden, damit die Mitglieder nicht auf ihr Training verzichten müssen. "Uns ist es gelungen, das gewohnte Training unserer Mitglieder weitgehend in den virtuellen Raum zu verlegen", so Jentsch. 

Als die Fitnessstudios aufgrund der Corona-Pandemie schließen mussten, hat Cindy Jentsch für ihre Kundinnen  in Eichwalde und Königs Wusterhausen zu einer kreativen Lösung gegriffen: Über eine App haben die Mitglieder Zugriff auf ihre individuellen Trainingspläne und Workouts. Zudem gibt es weitere Trainingsvideos online, die die Frauen für die Zeit, in der der Club geschlossen ist, nutzen können. Auch auf das gewohnte Kleingruppentraining mit anderen Frauen müssen die Mitglieder nicht verzichten. Täglich finden gemeinsame Workouts via Zoom, Skype und YouTube statt, die von den Trainern sogar live angeleitet werden.


Trainingskonzept kommt ohne Geräte aus

Da das Trainingskonzept auf funktionellem Training basiert, das ohne Geräte nur mit dem eigenen Körpergewicht auskommt, lassen sich die Übungen auch zuhause mit etwas Platz leicht durchführen. Das Herzstück der Trainingsphilosophie ist die persönliche Betreuung. "Gerade diesen Teil wollen wir auch in der Krise aufrechterhalten und trotz oder gerade wegen der Isolation beibehalten. Wir geben zur Zeit alles, um mit möglichst vielen unserer Mitglieder per Telefon, WhatsApp oder online in Kontakt zu bleiben. Wir beraten sie zu Ernährungsfragen, stellen ihre digitalen Trainingsprogramme um und hören ihnen zu. Unser Ziel: die Moral hoch und die Trainingsroutinen aufrecht zu erhalten. Wir sehen das auch als unsere gesellschaftliche Pflicht, das ist unser Beitrag in diesen schwierigen Zeiten", sagt Cindy Jentsch.

Auch die Trainergespräche finden wie gewohnt statt. So hat jedes Mitglied die Möglichkeit, weiter zu trainieren und die gesteckten Trainingsziele trotz der vorübergehenden Clubschließungen zu erreichen. Das Feedback der Mitglieder sei durchweg positiv, freut sich die Unternehmerin. Für sie ist das ein entscheidender Punkt, denn es stehen Existenzen auf dem Spiel. Wenn die Kundschaft wegbricht, trifft das nicht nur einzelne Mitarbeiter, sondern über kurz oder lang die ganzen Studios und damit auch sie selbst. Doch für Cindy Jentsch und ihre Trainer sieht es gut aus. Die Kundinnen wissen ihr Engagement zu würdigen. "Die Loyalität unserer Mitglieder freut uns sehr und gibt uns Zuversicht in dieser ungewissen Zeit", so Jentsch.  sg


Infos zu den Trainingsangeboten gibt es hier:

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