Coronavirus: Schwerpunktpraxis für Verdachtsfälle eingerichtet

Lübbener Ärztin bietet ab Montag Fiebersprechstunden an / Insgesamt 25 Infektionsfälle (Stand: 21.3.2020 14 Uhr)

Lübben. Der Krisenstab des Landkreises Dahme-Spreewald hat auch am heutigen Samstag über weitere Schritte in der gegenwärtigen Corona-Krise betraten. Das Gesundheitsamt informierte tagesaktuell über die derzeitige medizinische Lage hinsichtlich der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19. Bestätigt wurden bisher insgesamt 25 positive Fälle der neuartigen Coronavirus-Infektion im Kreisgebiet: in Königs Wusterhausen (8), Lübben (6), Mittenwalde (3), Zeuthen (3), Wildau (2), Eichwalde (1), Amt Schenkenländchen (1) und Schönefeld (1). Alle Erkrankten befinden sich in häuslicher Isolation, im stabilen Zustand und werden hausärztlich betreut. Nach wie vor muss noch keiner der Infizierten stationär behandelt werden. Aktuell sind 115 Quarantänen verhängt worden, 177 Verdachtsfälle werden abgearbeitet.

Zur weiteren Entlastung bei der Bewältigung der ansteigenden Fallzahlen für die Testung von begründeten Corona–Verdachtsfällen wird eine Schwerpunktpraxis vorwiegend für den südlichen Dahme-Spreewald-Kreis eingerichtet. Ab Montag, 23. März 2020, bietet die niedergelassene Internistin Dr. Christine Wendt in ihrer Praxis in Lübben (Juden-gasse 13B) Fiebersprechstunden an. Ausschließlich Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene mit akuten Erkältungssymptomen (Fieber, Husten, Schnupfen etc.) werden dort von Montag bis Freitag, zwischen 13 und 15 Uhr medizinisch untersucht. Eine telefonische Voranmeldung ab täglich 8 Uhr ist zwingend unter der Rufnummer 03546/220155 erforderlich. Nach der Differenzialdiagnose können im begründeten Verdachtsfall direkt Abstriche auf das Coronavirus durchgeführt werden. In Absprache mit dem Gesundheitsamt  erfolgt die Betreuung der regulären Hausarztpatienten zur Verringerung des Infektionsrisikos zu einem anderen Zeitpunkt − jeweils montags bis freitags von 8 und 11 Uhr, der ursprünglich geplante Osterurlaub entfällt. Zusätzlich steht als Test-Möglichkeit die stationäre Abklärung begründeter Corona-Verdachtsfälle in den Fieberambulanzen am Evangelischen Krankenhaus Luckau, der Spreewaldklinik Lübben und dem Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen zur Verfügung.
 
Landes-Soforthilfeprogramm für Unternehmen


Dahme-Spreewalds Wirtschaftsdezernent Stefan Klein wies im heutigen Corona-Krisenstab auf ein jetzt aufgelegtes Soforthilfeprogramm der brandenburgischen Landesregierung hin, das sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine wirtschaftliche Schieflage und Liquiditätsengpässe geraten sind. Finanz- sowie Wirtschaftsminium wollen über das Programm notleidenden Unternehmen unbürokratisch und kurzfristig zwischen 5.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung bereitstellen. Diese Soforthilfen sollen nicht als Darlehen, sondern als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Das Soforthilfeprogramm startet voraussichtlich ab kommenden Mittwoch, 25. März 2020. Informationen und Antragsformulare werden auf der Homepage der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) unter www.ilb.de veröffentlicht, sobald sie vorliegen. Unternehmen und Freiberufler können sich zum Programmstart direkt an die ILB unter Tel. 0331/660-2211 oder E-Mail an beratung@ilb.de wenden.
 
KATWARN-App für Corona-Meldungen


Das Ordnungsamt des Landkreises ruft vor dem Hintergrund der dynamischen Corona-Pandemie alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich das mobile Warn- und Informationssystem KATWARN als App auf dem Smartphone zu installieren. Über diese Katastrophenwarn-App werden offizielle Warnungen und Handlungsempfehlungen − beispielsweise zu Bränden, schweren Unwettern oder unerwarteten Gefahrensituationen − orts- und anlassbezogen direkt aufs persönliche Mobiltelefon geleitet. Neben autorisierten Bundes- und Landesbehörden wird auch Dahme-Spreewalds Katastrophenschutz das System für wichtige Warnungen an die Bevölkerung im betroffenen Territorium hinsichtlich der Corona-Lage nutzen. Weitere Infos zum Download der kostenfreien KATWARN-App sind auf der Internetseite www.katwarn.de abrufbar. Alternativ zum Smartphone kann das System auch mit einem klassischen Handy per SMS-Registrierung über eine Postleitzahl-Zuordnung genutzt werden.


Informationen für Bürger und Unternehmer

Aktuelle Informationen für Bürger zur neuartigen Coronavirus-Thematik gibt es im Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus . Hier sind unter anderem ein Frage-Antwort-Katalog sowie Infos zur Notbetreuung in Kitas und Schulen und der landesweiten Eindämmungsverordnung abrufbar. Ende Februar wurde vom Landkreis Dahme-Spreewald zudem ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich von 8 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 03375 26-2146 zu erreichen ist. Relevante Informationen zu Unterstützungsangeboten für Betriebe im Landkreis hat Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG) auf ihrer Homepage www.wfg-lds.de zusammengestellt. Für grundlegende Fragen steht den Unternehmern das Team der WFG telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 5238-0 zur Verfügung.   red

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