Kita „Schatzkiste“ in Zernsdorf offiziell eröffnet

Kita „Schatzkiste“ in Zernsdorf offiziell eröffnet

Zur Eröffnung der Kita „Schatzkiste“ in Zernsdorf sind neben dem Bürgermeister Swen Ennullat auch Kinder der Kita „Zernsdorfer Rübchen“ in ihren gelben T-Shirts gekommen. Foto: Reuter

Der Ortsteil wächst weiter ud weiter

Die vielen Geschenke wurden schnell ausgepackt. Foto: Reuter

Zernsdorf. Kinderlachen, Musik, Theater und strahlende Gesichter wohin das Auge blickte – das alles hatte die Eröffnung der neuen Kindertagesstätte „Schatzkiste“ in Zernsdorf am Donnerstag, den 13. Februar, zu bieten. Bereits am 6.1.2020 nahm die Kita ihren Betrieb mit einer Kapazität von 132 Plätzen auf. Insgesamt sind derzeit 35 Kinder bereits in voller Betreuung. Hinzu kommen 16 Kinder, die gerade eingewöhnt werden. „Eine neue Kita eröffnen zu können, ist ein schöner Termin. Es zeigt, dass die Stadt sich gut entwickelt. Das gilt auch für Zernsdorf. Der Ortsteil wächst und mit dieser Einrichtung vor den Toren des neuen Wohngebiets am See haben wir für die Zukunft vorgesorgt“, sagt Bürgermeister Swen Ennullat.

„Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement und wünsche den Kindern und Erzieherinnen viele schöne Augenblicke in ihrem neuen Domizil.“ Die Kinder hatten mit ihren Erzieherinnen ein kleines Programm zusammengestellt. Auch die „Zernsdorfer Rübchen“ statteten ihren „Nachbarn“ einen Besuch ab und zeigten ihr tänzerisches Können. Außerdem begeisterten Künstler der „Zauberwerkstatt“ die Kinder mit verschiedenen Darbietungen. Die symbolische Schlüsselübergabe rundete das Programm ab. Ein kompetentes Team aus pädagogischen und technischen Fachkräften sorgt dafür, dass sich die Kinder wohl fühlen. Insgesamt wurden elf staatlich anerkannte Erzieherinnen eingestellt. Hinzu kommen vier technische Kräfte. Weitere Einstellungen sind vorgesehen. In der „Schatzkiste“ wird nach dem teiloffenen Konzept gearbeitet. Es gibt feste Gruppenstrukturen mit Bezugserzieherinnen. Diese Gruppen nutzen jedoch keinen festen Gruppenraum. Jedem Hauptgruppenraum und auch den Aktionsräumen ist eine bestimmte Funktion entsprechend der Bildungsbereiche nach den Grundsätzen der elementaren Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg zugeordnet, z.B. Mathematik und Naturwissenschaften, Darstellen und Gestalten, Musik, Soziales Leben usw. Die Kinder haben infolgedessen mehr Bewegungs- und Entscheidungsmöglichkeiten innerhalb dieser Räume.

Die Ü3-Kinder können sich auf der gesamten oberen Etage ausbreiten und dort alle pädagogischen Räume nutzen. Im U3-Bereich können sich immer zwei Gruppen zwei Haupt- und zwei Nebenräume teilen, welche insgesamt alle Bildungsbereiche abbilden. Alle Krippenkinder nutzen gemeinsam im Erdgeschoss zusätzlich den Aktionsraum. Insgesamt lässt die räumliche Gestaltung der Einrichtung auch ein komplett offenes Konzept zu, in dem es keine eindeutige Gruppenzugehörigkeit mehr gibt. Inwieweit sich die Einrichtung für die teiloffene oder offene Arbeit entscheidet, ergibt sich dann auch im laufenden Arbeitsprozess. Das Haus in der Undinestraße 34 fügt sich mit seiner Fassadenverkleidung in die Umgebung des Krüpelsees ein. Die Kunststofftafeln, die eine Fläche von ca. 1.000 Quadratmetern bedecken, tragen verschiedene Farben. Grün- und Blautöne sowie Beige deuten optisch auf das Thema „See“ hin. Von der Grundsteinlegung Ende Juni 2019 bis zur Inbetriebnahme Anfang Januar dieses Jahres vergingen nur sieben Monate. Der Neubau der Kita „Schatzkiste“ besteht aus 28 Stahlmodulen, die im Werk der Firma Kleusberg in Dölbau vorproduziert und dann in Zernsdorf endmontiert wurden. Jedes wiegt etwa 20 Tonnen. Durch dieses Verfahren konnte die Bauzeit wesentlich verkürzt werden. Auf zwei Etagen entstanden rund 2000 Quadratmeter Fläche. Es gibt insgesamt acht Gruppen – vier Krippengruppen im Erdgeschoss und vier Kindergartengruppen (Ü3) im Obergeschoss. Jede Gruppe hat einen Haupt- und einen kleineren Nebengruppenraum.

Zwei Gruppen teilen sich einen Sanitärbereich. Jede Gruppe hat eine eigene Garderobe. Die Krippenkinder können sich in einem Aktionsraum im Erdgeschoss ausprobieren. Auch im Obergeschoss gibt es solch einen Raum, der intensiv für den Bildungsbereich Sprache und Kommunikation genutzt werden soll. Deswegen ist der Raum als Kinderbibliothek mit Leseecke und Kinderbüro eingerichtet. Zusätzlich können die Kinder in einem großen Bewegungsraum mit Geräteraum im Obergeschoss aktiv sein. Darüber hinaus verfügt die Einrichtung über einen Raum für Sprachförderung/Erste Hilfe, in einem Kinderrestaurant können die Ü3-Kinder ihre Mahlzeiten einnehmen. Die Krippenkinder essen in ihren Gruppenräumen. Es gibt eine Ausgabeküche, zwei Wäscheräume und einen Kinderwagenabstellraum.

Die Kitaleitung und die stellvertretende Kitaleitung haben ein Büro. Personal- und Umkleideräume für das pädagogische und das technische Personal sind vorhanden, ebenso Räume für den Hausmeister und Lagerflächen. Der Außenbereich ist durch einen Zaun unterteilt in einen Krippen- und einen Kindergartenbereich mit altersgerechten Spielangeboten vorwiegend aus Robinienholz und mit kindlichen Motiven. Die Planungs- und Baukosten belaufen sich insgesamt auf rund sechs Millionen Euro. Hinzu kommen etwa 227.000 Euro für die Erstausstattung mit Möbeln sowie Spiel- und Beschäftigungsmaterialien. red/jr

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