Neuer Weg der Prävention

Viele Senioren sind sich sicher, Betrüger zu erkennen

Immer wieder hört oder liest man von Einbrüchen, Trickbetrügern, Diebstahl, unseriösen Haustürgeschäften und dem Enkeltrick. Einen neuen Weg der Prävention für Senioren schlägt die Polizeiinspektion OSL ein. Senioren werden sensibilisiert, betrügerische Geschäfte zu erkennen und richtig zu handeln. Polizeihauptkommissarin Sandy Feige war mit Oma Inge Schmidt am vergangenen Donnerstag im Bürgerhaus Vetschau zu Gast. Foto: ed

Vetschau. Vetschau. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und allein lebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld.  Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt.
Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.
„Ich würde niemals auf diesen Enkeltrick reinfallen.“ Viele Senioren sind sich sicher, Betrüger zu erkennen.

Warum aber kommen fast wöchentlich besagte Enkeltrick-Abzocken in den Polizeibericht? Polizeihauptkommissarin Sandy Feige bestätigt, dass die Sache mit dem falschen Enkel seit über 20 Jahren nach wie vor erfolgsversprechend zu sein scheint und betagte Menschen um viel Geld betrogen werden.

Die Leiterin des Sachgebietes Prävention in der Polizeiinspektion Oberspreewald-Lausitz ist mit Oma Inge Schmidt im Landkreis unterwegs und führt Situationen vor, die Senioren sensibilisieren sollen, betrügerische Geschäfte zu erkennen und richtig zu handeln.
Zu nennen wären Einbrüche, Trickbetrüger, Diebstahl, unseriöse Haustürgeschäfte und eben auch  der besagte Enkeltrick. Eine Veranstaltung fand in der vergangenen Woche im Bürgerhaus Vetschau statt.
Mehr als 30 Senioren folgten der Einladung und warteten gespannt auf die Polizistin, die sich gemeinsam mit Oma Inge Schmidt angemeldet hatte.  Dabei handelt es sich um eine lustige Handpuppe, mit losem Mundwerk und Hauspantoffeln. Es ist ein neuer Weg der Prävention durch die Polizeiinspektion OSL - ernste Themen spaßig aber auch informativ zu behandeln.
Langfinger machen kein Halt vor fremden Eigentum, sie sind geschult und wollen nur das Eine - schnell an fremdes Geld gelangen. An viel Geld!

Auch Oma Inge wurde bereits Opfer eines Einbruchs. In ihrer ganz eigenen Art erzählte sie, wie sie ihre durchwühlte Wohnung vorfand. Trotz Schock fasste sie nichts an und rief sofort die Polizei.
Eine Handpuppe wie Oma Inge Schmidt ist alles andere als ein lustiges Kasperletheater. Geführt von Sandy Feige verbindet sie Spaß mit sehr ernsten Themen. Die Kombination ist auch bei den Vetschauer Senioren gut angekommen. ed

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