Straupitzer Eisenbahner stellten Signal auf „Grün“

Tage des „offenen Denkmals“ kamen bei der Bevölkerung gut an

Zum Tag des offenen Denkmal hatten die Mitglieder der Interessengemeinschaft "Spreewaldbahn" in Straupitz Norbert Schulze, Sven Kasparz, Cindy Tepper, Philipp Seeman, Michael Janke und Dietmar Graap (von links) viele Fragen der Besucher und Gäste zu beantworten. Foto: Bernd Marx

Straupitz. Wenn die über 30 Mitglieder der im Jahre 2010 gegründeten Interessengemeinschaft „Spreewaldbahn“ einladen, dann lassen sich die zahlreichen Heimatforscher, Eisenbahnfreunde und Technikfreaks nicht zwei Mal bitten. So auch am Wochenende, 7./8. September 2019, als die Gruppe zum Tag des „offenen Denkmals“ einluden.

„Wir freuen uns immer wieder, wenn die Eisenbahnfreunde von überall herkommen und unsere Aktivitäten loben“, meinte Dietmar Graap, stellvertretender Vorsitzender der Eisenbahn-Interessengemeinschaft.
Der 54-Jährige, Initiator und Mitbegründer der Interessengemeinschaft vor etwa 15 Jahren, kann mit Fug und Recht stolz auf die bisherigen Leistungen der Gruppe sein.

Es wurde letztendlich der „neue“ Bahnhof-Stützpunkt Straupitz, den richtigen Spreewaldbahnhof Straupitz gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft als Cafe immer noch, für die Enthusiasten der 1000-Millimeter-Schmalspurbahn aus dem Boden gestampft.   
In jeder freien Minute arbeiten und werkeln, sägen und bohren, schrauben und schmirgeln, fetten, ölen und streichen  die engagierten Mitglieder der Interessengemeinschaft an den Personen- und Güterwagen, Loks und technischen Anlagen, die sie aus nah und fern zusammenzogen bzw. die ihnen als Leihgabe überlassen wurde. 

„“Dass uns so viele Menschen aus ganz Deutschland helfen, ist eine tolle Sache“, so Sven Kasparz, der nicht nur 2. Stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft ist sondern auch noch eine Diesellok fahren darf.
So stellte er am Tag des „offenen Denkmals“ eine Diesellok vom Typ „Gmeinder“ (Baujahr 1951, 28 PS) den Besuchern vor. Auch diese Diesellok ist eine Leihgabe aus privater Hand.

In den letzten Monaten wurden an einigen Wagen die hölzernen Seitenwände erneuert, neue Fensterscheiben eingesetzt und Wagenwände gestrichen. Doch es gibt noch viel zu tun.
„Wir würden mehr leisten, doch wir müssen mit dem wenigen finanziellen Mitteln gut haushalten“, Philipp Seemann (30), der als gewählter Kassenwart für die vorhandenen Gelder verantwortlich ist.
Entmutigen lassen sich die 30 Mitglieder der Interessengemeinschaft nicht. Ganz im Gegenteil.
Über das gesamte Jahr machen die Mitglieder auch auf ihre Tätigkeit zur Geschichte, Entwicklung Wahrung und Pflege von sozial-historischem Kultur- und Technikgut auf sich aufmerksam.
Es gibt mehrere Veranstaltungen für die Bevölkerung und Eisenbahnliebhaber im Jahr, darunter Bahnhofsfeste, Tage der offenen Tür, Erntedankfest und Weihnachtsfeste. 

„Es ist immer schön, wenn Eisenbahnfreunde aus ganz Deutschland uns besuchen kommen und wir in den Erfahrungsaustausch treten können“, meinte Mitglied Norbert Schulze.
Da stand Mitglied Michael Janke mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg und sagte: „Als Mitglied freue ich mich, dass ich schon so viel über die Spreewaldbahn gelernt habe.“
Mit diesem Enthusiasmus wird es in den nächsten Wochen und Monaten weitergehen. Rost werden die Schienen auf ihrem kleinen Vereinsbahnhof auf gar keinen Fall.

Am 6. Oktober 2019, von 10 Uhr bis 16 Uhr, wird es das Erntedankfest auf dem Vereinsgelände geben.
Und am 1. Dezember 2019, von 10 Uhr bis 18 Uhr, findet der traditionelle Straupitzer Weihnachtsmarkt, neben dem Markt in der Gemeinde, auch auf dem Gelände des Vereins statt.

„Darüber freuen wir uns besonders“, meinte Philipp Seemann. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Besucher und Gäste sollen an diesem Tag nicht nur ihre Freude am Weihnachtsmarkt haben, sondern auch die Geschichte und die Entwicklung der Interessengemeinschaft „Spreewaldbahn“ kennenlernen. Sicherlich wird es auch zu interessanten Gesprächen kommen, denn noch kennen viele Einheimische, Gäste und Besucher die „Bimmel-Guste“ noch aus ihrer beruflichen Tätigkeit bei der „Deutschen Reichsbahn“ oder aus eigenem Erleben. Die Regional- und Heimatforscher werden wohl wieder spannende Geschichten und amüsante Episoden in ihren Arbeitsheften niederschreiben können.     Bernd Marx, Boblitz

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