DTM auf dem Lausitzring

DTM-Jubiläum auch für den ADAC Berlin-Brandenburg

Wenn die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) am kommenden Wochenende auf dem Lausitzring das 500. Rennen ihrer 1984 begonnenen Geschichte austrägt, hat auch der ADAC Berlin-Brandenburg etwas zu feiern. Foto: Thorsten Horn

Der heutige Leiter der Abteilung Motorsport, Klassik und Ortsclubs beim ADAC Berlin-Brandenburg, Horst Seidel. Foto: Thorsten Horn

Klettwitz. Wenn die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) am kommenden Wochenende auf dem Lausitzring das 500. Rennen ihrer 1984 begonnenen Geschichte austrägt, hat auch der ADAC Berlin-Brandenburg etwas zu feiern. Nach dem Aus der AVUS in Berlin als Rennstrecke im Jahr 1998 trat im Millenniumsjahr 2000 der damals gerade fertiggestellte Lausitzring, bzw. EuroSpeedway Lausitz, wie er damals offiziell hieß, motorsportlich im Land Brandenburg gewissermaßen an deren Stelle. Damals, wie auch in diesem Jahr fungiert der ADAC Berlin-Brandenburg als sportlicher Ausrichter, sodass man vom 23. bis 25. August über einen kleinen Umweg auf die 20. DTM-Veranstaltung auf der vierten und östlichsten permanenten Rennstrecke in Deutschland kommt.

Der kurz angerissene kleine Umweg bezieht sich darauf, dass der ADAC Berlin-Brandenburg zwar im vergangenen Jahr wegen der Terminkollision mit der Formel E in Berlin kein DTM-Rennen organisieren konnte, dafür aber im Jahr 2005 gleich deren zwei ausrichtete. Dazu erinnert sich der heutige Leiter der Abteilung Motorsport, Klassik und Ortsclubs beim ADAC Berlin-Brandenburg, Horst Seidel: „Wegen der damaligen Gesetzeslage in Frankreich, konnte das in Avignon geplante DTM-Rennen nicht stattfinden. Nachdem wir im Frühjahr schon das zweite Saisonrennen auf dem Lausitzring ausgerichtet hatten, wurden wir angefragt, ob wir im September für ein weiteres zur Verfügung stehen könnten. Wir konnten und haben dabei sogar die Organisations-Tickets mit der Aufschrift ,Avignonʻ verwendet.“

Wenngleich die 20. Veranstaltung, verglichen mit dem 500. Rennen, eine noch ziemlich kurze Ära darstellt, so ist man beim ADAC Berlin-Brandenburg speziell sowie in der Lausitz allgemein sehr wohl und auch zu Recht stolz auf dieses Jubiläum. Dazu erklärt Horst Seidel: „Unsere 20. DTM-Veranstaltung auf dem Lausitzring bzw. 19 Jahre sind schon eine lange Zeit. Wir haben ja noch viele weitere Veranstaltungen am Lausitzring gemacht, was nur mit einer geduldsbehafteten Crew an ehrenamtlichen Sportwarten aus der Region und darüber hinaus möglich ist. Mit der Entwicklung des Lausitzrings hat sich auch diese, unsere Crew entwickelt und ist gewachsen, sodass wir auch an anderen Rennstrecken problemlos mitarbeiten können, wie zum Beispiel bei der Formel E in Zürich oder dem ADAC GT Masters sowie der IDM in Most, wie zuletzt geschehen. Das spricht ja eindeutig für die qualitative Entwicklung dieser Crew. Die Grundlage dafür ist aber tatsächlich der Lausitzring.“

Dabei ging es eben hier zunächst recht holprig los, denn das erste DTM-Rennen fiel im Jahr 2000 regelrecht ins Wasser. Die damalige Drainage der Strecke war wohl eher suboptimal gelöst, und der noch ganz frische sowie wegen der Ausrichtung auf die US-amerikanische Indy-Car-Serie zu wenig porige Asphalt haben die Regenmassen am Sonntag nicht bewältigen können, sodass das Rennen nicht gestartet werden konnte. Danach lief es aber gewissermaßen wie am Schnürchen. „Besonders das erste Motorsport Festival Lausitzring 2016 mit den drei Top-Serien des deutschen Motorsports, also mit DTM inklusive Porsche Carrera Cup, ADAC GT Masters inklusive ADAC Formel 4 und IDM Superbike, war eine super Sache“, blickt Horst Seidel zurück. Nach vielen, vielen Jahren gab es dabei erstmalig wieder eine Kombi-Veranstaltung mit Automobilen und Motorrädern. „Logistisch war es mit der begrenzten Boxenkapazität und auch wegen des ständigen Umbaus der Strecke für die unterschiedlichen Bedürfnisse und des engen Zeitplans eine absolute Herausforderung, aber im Endeffekt hat es allen viel Spaß gemacht. Es war ein mutiger Versuch und etwas Einmaliges“, so noch einmal Horst Seidel.

Was gewesen ist, weiß man, doch was die Zukunft bringt nicht. Seine Gedanken zum Lausitzring als Rennstrecke kleidet Horst Seidel in folgenden Sätze: „Es wäre gut für die Region, aber auch für den deutschen Motorsport insgesamt, wenn es hier wieder mehr Motorsport geben könnte, weil wir ja leider nicht so viele Rennstrecken haben. Allerdings ist so eine Anlage, und ganz speziell die Rennstrecke, nicht nur mit Großveranstaltungen zu erhalten, sondern es bedarf eines regelmäßigen Betriebs. Meines Wissens soll wieder mehr investiert werden, bis hin zu Asphaltverbesserungen, was ich sehr begrüße.“ Thorsten Horn

Weitere Informationen gibt es unter www.motorsport-bbr.de.

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