Über 30 Autoren legten den 16. Heimatkalender „Stog“

Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider bei der Vorstellung anwesend

Die Autoren Marlene Jedro aus Leipe, Manfred Kliche aus Raddusch, Evelyne Lungwitz aus Lübbenau, Rolf Radochla aus Ruben, Claudia Mertsch aus Burg und Dr. Klaus Lange aus Turnow (von links) gehören zu den über 30 Autoren, die zum Gelingen des neuen Heimatjahrbuches "Stog (Heuschober) 2020" beigetragen haben. Fotos: Bernd Marx

Der neue Amtsdirektor des Amtes Burg, Tobias Hentschel, bekommt von Dr. Edeltraud Radochla, Vorsitzende der Stog-Redaktion, das erste Exemplar des neuen Heimatjahrbuches überreicht.

Burg. Im Beisein von Vertretern der Landes- und Lokalpolitik, Wissenschaft, Kultur, Kunst, des Sportes und der Regionalgeschichte wurde am 22. August 2019 die 16. Auflage des Heimatjahrbuches „Stog (Heuschober)“ im Burger Restaurant „Deutsches Haus“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Über 30 Autoren präsentierten historische, spannende und amüsante Geschichten aus der Spreewaldregion. Traditionsgemäß bekam der Direktor des Amtes Burg, in diesem Jahr war es der neue Amtsdirektor Tobias Hentschel, das allererste Exemplar vom Vorsitzenden des Fördervereins Heimatgeschichte „Stog“, Rolf Radochla, mit herzlichem Beifall überreicht.

Man kann sich die feierliche Eröffnung des traditionellen Heimat- und Trachtenfestes des Amtes Burg ohne die Vorstellung des Heimatjahrbuches  „Stog“ nicht mehr vorstellen.  
So war es auch folgerichtig, dass der Amtsdirektor Tobias Hentschel, im Beisein von über 100 Interessierten im Veranstaltungssaal,  auf die große Bedeutung des mittlerweile 16. Druckwerkes einging.

„ Die umfangreiche Beteiligung zahlreicher Autoren, Fotografen und Künstler sowie die große Resonanz aller hier Anwesenden  macht deutlich, dass das Interesse der Bevölkerung für die historische und aktuelle Heimatgeschichte ungebrochen ist“, so der Amtsdirektor.  
Und in der Tat, über 30 Autoren, Fotografen und Künstler aus der gesamten Spreewaldregion haben wieder interessante, heitere und nachdenkliche Geschichten auf 131 Seiten, mit über 130 Fotos und Abbildungen geschmückt, niedergeschrieben.

Die Moderatoren Dr. Edeltraud Radochla, Rolf Radochla und Marlene Jedro stellten mit kurzen Erläuterungen die 31 Geschichten, Erzählungen, Kalenderblätter,  Gedichte, Bilder und Fotoaufnahmen vor.

Mit herzlichem Applaus wurde der 90-jährige Maler Wilhelm Selleng aus Burg bedacht, der der Veranstaltung beiwohnte. Auch Vertreter der befreundeten Heimatvereine aus Cottbus, Lübben, Calau, Finsterwalde, Senftenberg und Herzberg waren unter den Gästen.
Schwerpunkt des 2020-er Almanaches stellt die Spreewaldbahn dar, wo vor 125 Jahren, im Jahre 1895, der Startschuss zum Bau der 1000-Millimeter Schmalspurbahn gegeben wurde.
Ingrid Groschke aus Lübben widmete der Bahn, liebevoll auch „Bimmelguste“ von der einheimischen Bevölkerung genannt,  ein Gedicht.
Was man alles als Komparse beim Drehen der Spreewaldkrimis erleben kann, erzählt Siegfried Malk aus Schmogrow.

Den Werdegang vom Nektar zum Honig erklärt Marlene Jedro aus Leipe.
Amüsante und nachdenkliche Schul- und Dorfgeschichten erzählen Ursula und Bernd Schmidt aus Burg.
Was es mit dem Kahnfährverein in Raddusch auf sich hat, erklärt detailliert der Ortschronist Manfred Kliche. Helmut Ziehe ist dem Trinkwasser in Vetschau auf der Spur.
Spannend lassen Heidi und Leander Schurig die Müschener Schlossgeschichten aufleben.
Das tragische Schicksal des Vetschauer Korbmachers Leopold Anders erzählt Joachim Hans Jurisch aus Vetschau.

Dass Hirse auch auf dem Speisezettel stehen sollte, erklärt Dr. Edeltraud Radochla.  
Kerstin Möbes aus Burg, Mandy Kunze aus Lübbenau und Dörthe Ziemer aus Lübben stellten mit detaillierten Episoden und Berichten das Jahr 2018 vor.
Ziel des Fördervereins ist es, verstärkt niedersorbische/wendische Texte in den Heimatjahrbüchern einfließen zu lassen. Um den Erfolg zu steigern, sind in den nächsten Wochen Veranstaltungen des Fördervereins in Burg, Lübbenau und Vetschau geplant, der Bevölkerung das Anliegen des Fördervereins näher zu bringen und junge Autoren für die Mitarbeit zu gewinnen.
„Wir hoffen, dass weitere Autoren, Fotografen und Künstler zu uns stoßen werden“, meinte Rolf Radochla zum Abschluss der Veranstaltung. Beiträge für den Heimatkalender „Stog 2021“ werden von der Redaktion bereits angenommen.         Bernd Marx, Boblitz

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