725 Jahre Raddusch

Jahrestag der Ersterwähnung wird gefeiert

Foto: Peter Becker

Raddusch. Raddusch feiert am 17.08.2019 den Jahrestag seiner Ersterwähnung. Nach archäologischen Funden aus den 1930er Jahren ist Raddusch jedoch noch viel älter. So entstand die Slawenburg Raddusch bereits um 850 als Fluchtburg gegen die anrückenden Christianisierungstruppen der deutschen Kaiser.
Das wendische Raddusch entwickelte sich wegen seiner günstigen Lage am Rande des Spreewaldes zu einem reinen Bauerndorf, dass sich dem Ackerbau und der Viehzucht, sowie der Fischerei widmete. Später kamen Handwerkseinrichtungen, wie eine Schmiede, eine Kahnbauwerksatt, eine Schneiderstube und Schusterwerkstatt sowie eine Ziegelei hinzu. Der Bahnanschluss 1865 brachte einen zusätzlichen wirtschaftlichen Aufschwung.

Mit der wiedererrichteten Slawenburg, dem idyllisch gelegenen Naturhafen, dem Libellenpark, dem Moorlehrpfad und der Radduscher Buschmühle, ist Raddusch heute ein beliebter Urlaubsort im Spreewald. Von hier aus sind alle Spreewaldorte mit dem Kahn, dem Paddelboot oder dem Fahrrad erreichbar.

Unter dem Motto „Äppel & Birnen for Future“ wollen die Radduscher einen konkreten Jubiläumsbeitrag zur Verbesserung der Umweltbedingungen leisten und 725 Bäume im 725. Jahr pflanzen. „Äppel & Birnen“ steht dabei für Vielfalt, für Obst- wie für Laubgehölze. Am 17.08. wird dafür der Startschuss gegeben. red

Festprogramm:

10:00 Uhr: Musikalischer Frühschoppen im Festzelt, Eröffnung des Festes durch den Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Michael Stübgen.

11:00 Uhr: Etwa 30 Kähne zeigen Bilder aus dem aktuellen Dorfgeschehen, der Dorfgeschichte und dem Vereinsleben.

14:00: Sarah Gwiszcz zeigt eine Modenschau mit Entwürfen, die von der traditionellen Tracht inspiriert wurden.

15:00 Uhr: Auftritt des Radduscher Heimat- und Trachtenvereins

19:00 Uhr: Auftritt der „nAund-Liveband“

Im Rahmenprogramm Musikgruppen, Händler, Kinderfahrgeschäfte, Bastel- und Mitmachangebote, u.v.m.

Hauptveranstaltungsorte sind das Hafengelände und Teile der Radduscher Dorfstraße. Diese bleibt für den Durchgangsverkehr gesperrt. Parkmöglichkeiten gibt es am Ortseingang aus Richtung L49.

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