Von Norddeutschland nach Polen

Von Norddeutschland nach Polen

Die Samariteranstalten Fürstenwald erreichten den 5. Platz in Gruppe 1. Fotos: SENI-Cup

Zwei Teams im Cup-Finale

Einer von vielen spannenden Zweikämpfen beim SENI-Cup in Joachimsthal.

Joachimsthal/ Biesenthal. Ende Mai wurde bereits die erste Qualifikationsrunde des SENI Cup 2019 in Bayern ausgetragen; nach drei aufregenden Tagen geht nun auch die zweite Turnier-Etappe zu Ende. Begleitet von zahlreichen Fans und Zuschauern kamen die Mannschaften vom 12. bis zum 14. Juni in Joachimsthal nahe Berlin zusammen, um ihr spielerisches Können unter Beweis zu stellen. Besonders überzeugten dabei die Mannschaften Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung  und Lebenshilfe Wohnen Arnsberg : Sie konnten sich gegen alle Mitstreiter durchsetzen, der Platz beim diesjährigen SENI Cup Finale im polnischen Torun ist ihnen sicher.

Von Mittwoch bis Freitag  traten die zwölf partizipierenden Teams aus Deutschland in Joachimsthal gegeneinander an. Auch dieses Jahr war die Veranstaltung wieder durch ein hohes spielerisches Leistungsniveau  und einen außerordentlichen Teamspirit gekennzeichnet. Die Zuschauer waren begeistert und folgten dem Spielverlauf mit Hochspannung.

 „Der SENI Cup in Joachimsthal war mal wieder eine super Erfahrung“, befand auch Michaela Bahr, die dieses Jahr für die Organisatorin des SENI Cup zuständig war. „Es macht uns unglaublich stolz, dass das Interesse an dem Event von Jahr zu Jahr steigt und dass sich von Mal zu Mal immer mehr Teams anmelden. Leider sahen wir uns 2019 gezwungen, der einen oder anderen Mannschaft abzusagen – die Nachfrage war einfach zu groß. Natürlich freuen wir uns aber, wenn die Betroffenen sich nächstes Jahr erneut bewerben. Eine Anmeldung ist ab Sommer 2019 über die Website www. senicup.de möglich. Und dann lautet die Devise: Schnell sein lohnt sich!“

Beim SENI Cup herrscht kein Leistungszwang, hier steht der gemeinschaftliche Spaß  im Vordergrund. Deswegen behält sich der Veranstalter vor, nicht ausschließlich die beste sportliche Performance zu belohnen. Im Turnier wird neben den Siegern noch ein weiteres Team geehrt, das sich – ganz unabhängig von seinem spielerischen Erfolg – durch besonderes Engagement, Sportsgeist und Fair-Play-Verhalten ausgezeichnet hat. Besagte Auszeichnung hat sich dieses Jahr die Mannschaft Samariteranstalten Fürstenwalde verdient.

Der SENI Cup kann viel bewegen: Mit der Teamzugehörigkeit steigt das Selbstwertgefühl der Spieler. Gleichzeitig schließen sie im Rahmen des Turniers auch neue Freundschaften mit Mitgliedern aus anderen Mannschaften. Um das Eis zwischen den Teilnehmern zu brechen, wurde ihnen auch dieses Jahr ein buntes, unterhaltsames Rahmenprogramm geboten. Besonders gut kam dabei die Fußballtorwand an. Da beim SENI Cup nur Profis am Start sind, wartete diese mit gesteigertem Schwierigkeitsgrad auf. Sie besaß gleich fünf Torschusslöcher in verschiedenen Höhen. Die Spieler konnten beim Zielschießen Punkte sammeln – je höher die Position des Loches, durch das der Ball letztlich flog, desto besser wurde der Schuss bewertet. Es war viel Zielvermögen und Balance gefragt. Der Ehrgeiz war groß, schließlich lockten attraktive Gewinne.

Am Abend vor der Abreise konnten alle Teams die vielfältigen Erlebnisse der letzten Tage noch einmal gemeinsam Revue passieren lassen – wie jedes Jahr wurde auch 2019 eine große Abschiedsfeier abgehalten. Ein DJ sorgte für gute Stimmung, welche die Teilnehmer mit Selfie-Aufnahmen in einer Foto-Box verewigen konnten. Die Bildabzüge durften sie dann als Andenken mit nach Hause nehmen.

Seit der ersten Austragung des Fußballturniers im Jahre 2000 hat sich der SENI Cup zu einem festen Bestandteil im Behindertensport entwickelt. Mannschaften aus ganz Deutschland treten seit 2011 beim internationalen Turnier an, um sich für das große Finale zu qualifizieren. Unter dem Motto „Fußball für mehr Selbstwertgefühl“ steht vor allem das Miteinander im Vordergrund der Veranstaltung. Gleichzeitig bietet das Turnier allen Spielern und Betreuern eine gute Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Auf die Gewinnerteams aus Joachimsthal wartet nun eine Reise nach Torun in Polen. Dort findet vom 3. bis 5. Juli das große Finalturnier statt. Sie treffen dann auf die anderen deutschen Vertreter aus Rothenfels  sowie auf die Landesmeister aus rund zehn weiteren Nationen.

Platzierungen SENI Cup 2019 Joachimsthal 12. bis 14. Juni:
Gruppe 1 (stärkere Gruppe)                                                      Gruppe 2 (schwächere Gruppe)
1. BWB GmbH                                                                         1. Lebenshilfe Wohnen Arnsberg
 
2. Unionhilfswerk Berlin                                                             2. Wohnstätte Hartmannsdorf
 
3. Stephanus Stiftung Heilbrunn                                                3. Don-Bosco-Schule Recke
 
4. Gut Zehringen                                                                     4. Diakonisches Werk Freiberg e. V.
 
5. Samariteranstalten Fürstenwalde                                           5. AWO Heimverbund Jerichow
 
6. Stephanus Werkstätten Berlin                                               6. Lebensräume Uckermark
 

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