ILB unterstützte 2018 über 5.200 Förderprojekte in Brandenburg

ILB unterstützte 2018 über 5.200 Förderprojekte in Brandenburg

Die, durch die ILB unterstützten, Förderprojekte können knapp 10.000 Arbeitsplätze neu geschaffen und gesichert und über 4.500 Wohneinheiten neu gebaut oder modernisiert werden. 38.000 Menschen profitierten von Bildungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Foto: pixabay/ Bru-nO

Potsdam.

Die Brandenburger Förderbank ILB hat im vergangenen Jahr Fördermittel in Höhe von 1,34 Milliarden Euro für insgesamt 5.210 Vorhaben in den Förderfeldern Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau zugesagt. Dadurch werden Investitionen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro in Brandenburg ausgelöst und 9.987 Arbeitsplätze neu geschaffen und gesichert. Insgesamt wurden 4.526 Wohneinheiten neu gebaut und modernisiert.

Brandenburgs Finanzminister und ILB-Verwaltungsratsvorsitzender Christian Görke: „2018 leistete die ILB mit einem Fördervolumen von 1,34 Milliarden Euro wertvolle Unterstützung für Investitionen in Wirtschaft und Arbeit, die Schaffung von mehr Wohnraum sowie eine stetige Verbesserung der kommunalen Infrastruktur. Ein wichtiger Eckpfeiler dabei war die Kinderbetreuungsfinanzierung, mit der die ILB 166 verschiedene Maßnahmen zur qualitativen Verbesserung und Sicherung von Betreu-ungsplätzen in Kindertageseinrichtungen mit 18 Millionen Euro gefördert hat. 370.000 Euro davon erhielt die Kita ‚Regenbogenland‘ in Potsdam für die Sanierung einzelner Räumlichkeiten. Die Ergebnisse der letzten Jahre belegen, dass die ILB ein ganz wichtiger Partner ist. Die Förderbank gestaltet mit und gibt Impulse, getragen durch ihre Fachkompetenz und schnelle Anpassungsfähigkeit.“

Tillmann Stenger, Vorsitzender des Vorstandes der ILB, erklärte: „Wir sind mit dem Jahresergebnis 2018 sehr zufrieden. Die hohe Anzahl unterstützter Förderprojekte freut uns ganz besonders. Bemerkenswert ist zudem, dass das Förderangebot der ILB mit 117 verschiedenen Förderprogrammen in den letzten Jahren immer breiter geworden ist. Unternehmen und ihre Beschäftigten, Kommunen, Forschungseinrichtungen und Bürger profitieren gleichermaßen von den Förderprogrammen des Landes und der ILB. Schwerpunkt der ILB-Arbeit in 2018 war erneut die Infrastrukturförderung. Die Förderung von Bildungseinrichtungen, Gewerbegebieten und Forschungseinrichtungen tragen dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Land Brandenburg weiter zu verbessern. Besonders nachgefragt waren im letzten Jahr die Zuschussprogramme für den Brandenburger Mittelstand. Die starke Inanspruchnahme des Programms ‚BIG - Digital‘ zeigt, dass das Thema Digitalisierung bei den Unternehmen angekommen ist.“

Der Jahresüberschuss der Bank lag 2018 in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Das Bilanzvolumen sank leicht auf 13,4 Milliarden Euro. Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase konnte das Zins-ergebnis mit 61,2 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert werden. Das Provisionsergebnis hingegen hat sich mit 49,9 Millionen Euro aufgrund der vielen Fördervorhaben in der Ge-schäftsbesorgung um 11 Prozent erhöht. Das Ergebnis nach Risikovorsorge lag mit 46,6 Millionen Euro deutlich über dem Planungswert von 33,1 Millionen Euro und um 10 Prozent über dem bereits hohen Vorjahresniveau. Erfreulich ist zudem, dass es keine nennenswerten Kreditausfälle gab und die geplante Risikovorsorge nicht benötigt wurde.
Stenger hob hervor: „Angesichts des guten Ergebnisses haben wir die Möglichkeit, unser Eigen-kapital aus eigener Kraft um weitere 36 Millionen Euro zu stärken. Unsere aufsichtsrechtlich anrechenbaren Eigenmittel haben sich damit von 100 Millionen Euro bei Gründung der Bank im Jahr 1992 ausschließlich durch selbsterwirtschaftete Erträge auf über 600 Millionen Euro versechsfacht. Mit dieser Kapitalbasis sind wir auch im Zuge der aktuellen, regulatorischen Anforderungen an Förderbanken zukunftsfähig aufgestellt. Zudem werden wir erneut fünf Millionen Euro aus dem Ergebnis des Jahres 2018 für den bereits 2006 aufgelegten ILB-Förderfonds bereitstel-len, dem damit insgesamt 95 Millionen Euro zugeführt wurden.“
Ausblick 2019
Die ILB plant für 2019 ein Neuzusagevolumen von einer Milliarde Euro. Aus drei Gründen ist die Planung niedriger als im Vorjahr:
1. Die 7-jährig laufende EU-Programmperiode endet 2020. Planmäßig stehen damit weniger EU-Mittel zur Bewilligung zur Verfügung.
2. Das Niedrigzinsniveau hält nach den jüngsten Beschlüssen der EZB weiter an. Damit wird die Nachfrage nach zinsgünstigen Förderkrediten verhalten bleiben.
3. Die ILB bietet das Altanschließerprogramm mit insgesamt 150 Millionen Euro weiterhin an. Aufgrund der rechtlichen und politischen Unwägbarkeiten bleibt es für die Planung jedoch zunächst unberücksichtigt.

Neben dem laufenden Fördergeschäft sollen 2019 neue Förderprogramme an den Markt kommen. Ein wichtiges Programm dabei wird „Medienfit“ sein, das die technische Ausstattung der Brandenburger Schulen und digitale Fortbildung der Lehrer fördern soll. Das Programm wird im Vorfeld des im März beschlossenen Digitalpakts gestartet, auf den sich die ILB aktuell vorbereitet. Der Digitalpakt stellt Brandenburg in den nächsten fünf Jahren 150 Millionen zur Verfügung, um Schulen, Lehrer und Schüler besser auf die digitale Zukunft vorzubereiten. In diesem Zusammenhang soll auch der Aufbau einer Schul-Cloud mit Beteiligung der DigitalAgentur Bran-denburg GmbH erfolgen.

Im Wohnungsbau sollen die Standortmodelle zur Sicherung der Belegungsbindung ausgeweitet werden, um langfristig niedrige Mieten zu sichern. Die ILB hat ein hohes Interesse daran, sich künftig noch stärker im sozialen Wohnungsbau engagieren zu können.
Nach den Beschlüssen der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ zur Lausitz will sich die ILB auch zunehmend auf die Mitgestaltung des Strukturwandels in der Lausitz konzentrieren. Die Region wird bis 2038 ca. 18 Milliarden Euro erhalten, unter anderem für den Aufbau einer neuen Infrastruktur.
Die ILB wird ihre Nachhaltigkeitsstrategie weiter ausbauen. 2018 wurden erstmals Inhaberschuldverschreibungen am Kapitalmarkt emittiert. Aktuell prüft die Bank die Ausgabe von „Green Bonds“ oder „Social Bonds“ zur Refinanzierung ihrer Programme. red

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