Hilfe kommt in 15 Minuten

Hilfe kommt in 15 Minuten

Polier Dirk Brochwitz, Geschäftsführer des Planungsbüros Matthias Bärmann, Bürgermeister Siegbert Nimtz, Landrat Stephan Loge und Andreas Berger-Winkler vom Regionalvorstand Johanniter-Unfall-Hilfe Südbrandenburg legen für den symbolischen ersten Spatenstich selbst Hand an. Foto: pet

Erster Spatenstich für neue Rettungswache in Bindow gesetzt

Für die neue Rettungswache hat der Landkreis spezielle Vorgaben zur Nachhaltigkeit gemacht. So soll beispielsweise Erdwärme für die Wärmeversorgung des Objekts genutzt werden. Eine Photovoltaikanlage trägt zur eigenen Stromversorgung bei und Dachbegrünung verbessert die Umgebungsluft und dämpft den Lärm. Visualisierung: Ingenieurbüro Bärmann + Partner GbR

Bindow.

Bindow. „In Zukunft wird der Rettungswagen in den meisten Notfällen innerhalb von 15 Minuten zur Stelle sein“, sagte Landrat Stephan Loge am vergangenen Dienstag in Bindow. Direkt an der Bindower Dorfstraße wurde an diesem Tag der erste Spatenstich für den Bau einer Rettungswache gesetzt.
Hintergrund war ein 2015 durch das LDS-Ordnungsamt vorgelegtes Gutachten zur Überprüfung der Einhaltung der Hilfsfrist im Rettungsdienstbereich. Dieses legte zusätzliche Neubauten zu den derzeitig zehn Rettungswachen nahe, um den gesamten Landkreis innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist zu bedienen. Damit jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in 95 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten vom Rettungsdienst erreicht werden kann, investiert der Landkreis zudem in die Erhöhung der Rettungsmittel, wie Ausstattung, Mobiliar und Fahrzeuge.
Auf der 1.600 Quadratmeter großen Freifläche, welche der Landkreis für einen symbolischen Preis  von der Gemeinde erworben hat, wird bis Ende des Jahres ein eingeschossiges Gebäude mit Funktionalräumen für die Sanitäter und Stellflächen für Rettungsdienstwagen entstehen.
Das Personal für den durchgängigen Schichtbetrieb wird durch die Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe (Regionalverband Südbrandenburg) als Leistungserbringer des Landkreises für den Rettungsdienst bereitgestellt. Der Landkreis investiert rund 1,25 Millionen Euro in das Vorhaben. Im Neubau werden ein aktiver Rettungstransportwagen, ein Reservefahrzeug und regulär zwei Notfallsanitäter der dazugehörigen Besatzung ab dem ersten Quartal 2020 bereitstehen.

Bindow ist erst der Startschuss - Fünf weitere Wachen in Millionenhöhe geplant
Die Bindower sind bald in guten Händen. Im kommenden Jahr wird an der Dorfstraße die Rettungswache fertiggestellt sein.  „Der Bau dieser modernen Wache mit einem 24-Stunden-Schichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche hilft dabei, die zeitgemäße Rettung im Landkreis abzusichern. Zugleich ist es eine nachhaltige Investition in die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger“,  so Landrat Stephan Loge.
Der Baustart der Rettungswache in Bindow ist der Auftakt für ein Millionen-Programm. Insgesamt sollen im Landkreis Dahme-Spreewald zwischen März 2019 und Dezember 2020 fünf Einzel-Rettungswachen sowie eine Rettungswache kombiniert mit einer Katastrophenschutzeinheit entstehen. Diese werden, neben Bindow, an den neuen Standorten Brand, Walddrehna und Burglehn gebaut − in Leibsch und Schulzendorf werden Ersatzneubauten errichtet.
Die Gesamtkosten umfassen knapp zehn Millionen Euro. Der Kreis stemmt diese Summe komplett aus Eigenmitteln, um das Erledigen des Rettungsdienstes im Kreisgebiet abzusichern. Weitere drei Millionen Euro fließen in den Neubau einer für den Flughafenbetrieb gerüsteten Rettungswache auf dem BER-Gelände, welche im Mai ihren Betrieb in Schönefeld aufnehmen wird. pet/red

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