Klare Tendenzen

Klare Tendenzen

Heinz Hillebrand setzt in seiner Politik auf den engen Austausch mit den Bürgern. Foto: Die LINKE

Die Linke in Wildau zieht das Fazit aus den Bürgergesprächen

Wildau. Unter der Leitfrage „Wie stellen Sie sich die weitere Entwicklung der Stadt Wildau vor?“ führte der Stadtverband der LINKEN vom 20. bis 28. Februar drei Bürgerversammlungen durch, an denen circa 100 Personen teilnahmen. Die Bürger nutzten die Gelegenheit um ihre Vorstellungen, Fragen und Befürchtungen zu äußern. Dabei wurde sehr deutlich, was den Menschen auf der Seele brennt.
 „Es soll nicht alles zugebaut werden“, wurde nicht nur einmal geäußert. Die Notwendigkeit zusätzlichen, vor allem bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wurde gesehen, aber dies solle behutsam geschehen und es müsste auch eine Obergrenze, auch unterhalb der geplanten 13.000 Einwohnermarke, geben. „Wildau soll grün bleiben“, naturnaher Wald, Felder und Wiesen zum Spielen für Kinder müssten erhalten bleiben.  Es reiche aber nicht nur aus, Wohnungen zu bauen, „Die Infrastruktur muss mitwachsen“. Schon jetzt fehlten Ärzte, vor allem Fachärzte, es gebe nicht überall genügend Parkmöglichkeiten. Die Sparkassen-Filiale müsse, trotz des bevorstehenden Abrisses des Meyer-Beck-Geländes erhalten bleiben.
Im Mittelpunkt standen weiter die Einkaufsmöglichkeiten. „Das A 10 Center ist etwas für Großeinkäufe aber nicht für den Alltag“. Es fehlten vor allem normale Bäcker und Fleischer, die Schließung des Netto-Marktes wurde allgemein bedauert. Überhaupt sei die Lebensmittel-Versorgung eher industriemäßig und lieblos, es fehle so etwas wie ein kleiner Markt.
Während die Wohnqualität allgemein als gut bezeichnet wurde, könne an der Lebensqualität noch einiges verbessert werden. „Es fehlt oft das Schöne“, Plätze an denen zusammenkommen kann, ein kleines Cafe, genügend Bänke, so wurde die mangelnde Urbanität zusammengefasst. Die Initiative „Wildau summt“, die Marktschwärmer und manche Aktivitäten der WiWo - „etwas für die Gemeinschaft“ -, wären positive Ansätze, die ausgebaut werden könnten.
Ein weiteres Thema auf alles Versammlungen war der Personennahverkehr. Vor allem ältere Menschen und Menschen ohne Auto seien hierauf angewiesen. „Das kostet aber immer 3 Euro,  hin und zurück.“  Die Forderungen nach kostenlosen Tickets wurde aufgestellt. Zudem sei die Busfrequenz am Wochenende viel zu gering. Eine Aufzuglösung für die Westhangtreppe für ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen, gehbehinderte Menschen wurde ins Spiel gebracht. Deutlich wurden auf den Versammlungen auch die unterschiedlichen Probleme im unteren und oberen Wildau. Während für Bewohner der Schwartzkopff-Siedlung vor allem mangelnde Einkaufsmöglichkeiten und die Kloake Stichkanal ein Problem darstellen, beklagten die Bewohner des oberen Wildau das Fehlen eines großen Saales für Veranstaltungen und die Abkoppelung vom ÖNPV am Wochenende. Die Initiative der LINKEN, die Bürgerin und den Bürger auf den Versammlungen in den Mittelpunkt zu stellen, wurde sehr begrüßt. Die meisten Besucher wünschten sich, öfter von „der Politik“ einbezogen zu werden.
„Uns erscheint dies auch ein gutes Mittel gegen Politikverdrossenheit. DIE LINKE wird die Bürgerversammlungen intensiv auswerten und einige Forderungen in ihr Wahlprogram aufnehmen“, verspricht Heinz Hillebrand, Vorsitzender Stadtverband in Wildau. red

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