Waldbrandbekämpfung

Königs Wusterhausen unterstützt Forderungen des Städte- und Gemeindebundes

Königs Wusterhausen.

Königs Wusterhausens Bürgermeister, Swen Ennullat und Stadtwehrführer Sandro Viehöfer begrüßten die Forderungen des Städte- und Gemeindebundes an die Landesregierung zum künftigen Umgang mit Großbrandereignissen. Diese Forderungen stellte der Fachausschuss für Brandschutz, Ordnung und Recht des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg auf. Sie sind Ergebnis der Sitzungen am 21. November 2018 und am 13. Februar, bei denen intensiv die Schadenslagen, ihre Ursachen und die erfolgte Brandbekämpfung des Jahres 2018 ausgewertet wurden

2018 richteten zahlreiche Großbrände mit teils dramatischen Entwicklungen immense Schäden in den Wäldern Brandenburgs an. In mehreren Fällen drohten Lagen außer Kontrolle zu geraten. Menschenleben waren in Gefahr. Die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Kommunen und Landkreise wurden erreicht. Nur durch den unermüdlichen, solidarischen Einsatz vieler Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie weitere Hilfskräfte wie Bundeswehr und THW konnten diese Ereignisse bewältigt werden. 

Swen Ennullat, selbst Mitglied im Fachausschuss und Sandro Viehöfer befürworten das Thesenpapier, weil es die Unterstützung sowie Gefahrenreduzierungen für die Feuerwehrkräfte bei der effektiven Brandbekämpfung vorsieht. Außerdem solle das Land Brandenburg bei überregional bedeutenden Brandlagen, die eine große Anzahl von Einsatzkräften und Sachmitteln sowie besondere Koordination benötigen, die Gesamtverantwortung übernehmen. Das gelte auch bei erhöhten Gefahrenpotentialen (zum Beispiel auf ehemaligen Truppenübungsplätzen). Außerdem müsse das Land die Hoheit bei Löschmaßnahmen aus der Luft tragen.

Weiterhin wird in den Waldgebieten eine flächendeckende Funkversorgung gefordert. Der Städte- und Gemeindebund mahnte auch an, dass Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes gegenüber den Waldeigentümern durchgesetzt werden. Dazu gehöre, dass ausreichend Löschwasser in den Wäldern vorhanden ist. Dafür müssten Tiefbrunnen vorgehalten werden. Auch der Landesbetrieb Forst Brandenburg isei hier gefordert. Waldwege müssten befahrbar sein, Waldbrandschutzstreifen gepflegt und erhalten werden. Des Weiteren sollte der Kauf von benötigten Fahrzeugen und anderer Technik gefördert werden.

Gerade bei der gesetzlichen Regelung von Vorsorgeverpflichtungen sehen auch Ennullat und Viehöfer das Land stärker in Pflicht und Verantwortung. „Unsere Kameradinnen und Kameraden sind motiviert, gut ausgebildet und scheuen sich auch nicht, zum Wohl aller ihre Gesundheit zu riskieren. Letzteres sollte aber immer nur die absolute Ausnahme sein. Wir müssen im Vorfeld schon die Gefahren für die Einsatzkräfte möglichst gering halten“, so Bürgermeister Swen Ennullat.

In Königs Wusterhausen sind 200 Frauen und Männer in der Feuerwehr ehrenamtlich aktiv. Hinzu kommen 30 hauptamtliche Kameraden. Die Jugendfeuerwehr umfasst 115 Mitglieder. red

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