Gedenken an Pogromnacht vor achtzig Jahren

Veranstaltungen in der Region

Zeuthen.

Vor 80 Jahren, am 9. November 1938, brannten in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden zerstört, Menschen verfolgt. Auch im Kirchenkreis Neukölln erinnern Kirchengemeinden an die gewalttätigen Ereignissen, die ein Vorbote der Ermordung von mehr als sechs Millionen europäischer Juden waren.

Sprengel Eichwalde-Schmöckwitz-Miersdorf
„Wir wollen an Zerstörungen, Demütigungen, Ermordungen erinnern“, sagt Ulrich Köhler,  Gemeindekirchenratsvorsitzender in der Gemeinde Eichwalde. „Es ist uns ein Anliegen, der bekannten und unbekannten Opfer der Pogrome vom November 1938, auch in unserer Region, und der Ausrottung der Juden Europas zu gedenken. Und wir wollen mahnen, dass sich so etwas niemals mehr wiederholen darf“.

Mit einer öffentlichen Gedenkstunde, einem Friedensgottesdienst und einem Abend mit jüdischer Musik  möchten der Sprengel der evangelischen Kirchengemeinden Eichwalde, Miersdorf und Schmöckwitz sowie die katholische Kirchengemeinde St. Antonius auf die Ereignisse der Reichspogromnacht am 9. November vor 80 Jahren blicken:

Freitag, 9. November, 17 Uhr

Marktplatz Eichwalde

„‘s brennt, Brüder, ‘s brennt...“ - Öffentliche Gedenkstunde an die Reichspogromnacht, unterstützt durch die Kommune und den Heimatverein Eichwalde

Sonntag, 11. November, 10 Uhr

Dorfkirche Zeuthen-Miersdorf, Dorfstraße, 15738 Zeuthen, OT Miersdorf

„Gib Frieden, Herr, gib Frieden“ - Friedensgottesdienst der drei Sprengelgemeinden Eichwalde, Miersdorf und Schmöckwitz sowie der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius

Sonntag, 11. November 17 Uhr

Dorfkirche Schmöckwitz, Alt-Schmöckwitz, 12527 Berlin

„Wie dein Dunkel, so dein Licht“

Jüdische Lieder und Legenden in einem Konzert mit Jalda Rebling, jüdische Kantorin und Tochter der Sängerin Lin Jaldati, die lange in Eichwalde gelebt hat, und dem Gitarristen Tobias Morgenstern

 

Gemeinde Zeuthen

Auch in Zeuthen lädt die Kirchengemeinde zum Gedenken an das Schicksal ihrer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. Die Veranstaltungen finden am 8. November, also am Vorabend des

Tages, an dem sich die Pogromnacht zum 80. Mal jährt, statt: „Zum Gedenken daran, was dem jüdischen Volk an unermesslichem Leid angetan worden ist“, so Pfarrerin Cornelia Mix, „und zur Mahnung, dass solch Unrecht nie wieder geschieht“.

Donnerstag, 8. November, 10.30 Uhr
Treffen und Gespräch mit Überlebenden des Holocaust der ersten und zweiten Generation aus Israel in der Paul-Dessau-Schule Zeuthen, Schulstraße 4

Donnerstag, 8. November, 15 Uhr
Andacht in der Martin-Luther-Kirche, Zeuthen, Schillerstraße 2

Anschließend Gedenkgang zu den Stolpersteinen, die in Zeuthen an die jüdischen Mitmenschen erinnern, die hier ihren Besitz hatten oder zeitweise zu Hause waren

Donnerstag, 8. November, Gegen 17 Uhr
Warme Speisen und Getränke im Gemeindesaal, Schillerstraße 2

Möglichkeit, die Ausstellung „Das Ghetto Lodz-Litzmannstadt“ anzusehen

Donnerstag, 8. November, 18 Uhr
Konzert des israelischen Liedermachers Shaul Bustan mit Lesungen seiner Ehefrau Claudia Schwartz in der Martin-Luther-Kirche, Zeuthen, Schillerstraße .  red

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