Feuerwehr benötigt neue Hauptfeuerwache

Versagte Landesförderung kritisiert

Königs Wusterhausen.

Nach Bekanntwerden der abschlägigen Prüfung einer möglichen Landesförderung für den Neubau der Hauptfeuerwache Königs Wusterhausen durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg hat sich Bürgermeister Swen Ennullat an den Innenminister Karl-Heinz Schröter gewandt.
Er wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr die mehr als 30 hauptamtlichen Kameraden, die in der Wache rund um die Uhr Dienst verrichten, zu mehr als 1.000 Einsätzen ausrückten. Die Einsatzorte umfassten dabei nicht nur das Stadtgebiet. Königs Wusterhausen sei fester Bestandteil des Systems der Stützpunktfeuerwehren im Land Brandenburg. Hilfeleistungen auf den Autobahnen A 10 und A 13 rund um das Schönefelder Kreuz oder der Bundesstraße 179 gehörten dazu. Die Gefahren- und Risikoanalyse für das Flughafenumfeld habe darüber hinaus schon 2015 die Gewährleistung eines leistungsfähigen hauptamtlichen Feuerwehrstandortes in Königs Wusterhausen dringend empfohlen. Der deutliche Bevölkerungszuwachs in der Region oder der kürzlich genehmigte Erweiterungsbau des Terminals unterstreichen diese Bedeutung noch.
Auch aus den aktuellen Waldbrandereignissen heraus ergebe sich ein deutlicher Handlungsbedarf bei Funktionalität und Einsatzwert der Hauptfeuerwache in Königs Wusterhausen. Eine weitere Ertüchtigung des derzeit genutzten 56 Jahre alten Feuerwehrgebäudes ist nicht mehr möglich. Ein Neubau sei dringend geboten. Dessen Kosten belaufen sich jedoch auf ca. 14 Millionen Euro. Fördermittel werden dafür vom Land aktuell nicht in Aussicht gestellt. Ein Umstand, der aus Sicht der Kommune mit großer Enttäuschung zur Kenntnis genommen wird.
Bürgermeister Swen Ennullat versicherte, dass er sich weiter für den Neubau der Hauptfeuerwache einsetzen wird. Für ihn ist dieser für die Gefahrenabwehr und Sicherheit einer ganzen Region unverzichtbar. Ein Sparkurs sei an dieser Stelle nicht zu verantworten. Ennullat hoffe noch immer auf ein Umdenken des Landes.
Auch der SPD-Ortsverein Königs Wusterhausen unterstützt die Initiative der Stadt zur versagten Landesförderung für eine neue Hauptwache, wie er in einer Pressemeldung mitteilte. Die Feuerwehr in der Stadt Königs Wusterhausen genieße hohes Ansehen bei den Bürgerinnen und Bürgern und in der Stadtpolitik, heißt es dazu in einer Erklärung. Die finanzielle Unterstützung für moderne Ausrüstung und leistungsfähige Gerätehäuser sei für die SPD in Königs Wusterhausen eine Selbstverständlichkeit. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Königs Wusterhausen, Ludwig Scheetz, erklärt dazu: „Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel getan, um die Arbeitsbedingungen für die freiwilligen und die hauptamtlichen Kräfte zu verbessern, so wurden neue Fahrzeuge angeschafft und der Großteil der Gerätehäuser saniert, bzw. neu gebaut. Das Engagement aller Kameradinnen und Kameraden und ihrer Familien erfährt von uns größte Wertschätzung. Die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr wird insbesondere in der Vorstellung der Jahresberichte deutlich.“
Weiter betonte er: „Für uns ist das Vorgehen absolut nicht nachvollziehbar. Das Schreiben des Bürgermeisters an den Innenminister findet unsere Unterstützung.“ Die SPD Königs Wusterhausen kündigte an, Gespräche mit den Verantwortlichen zu suchen um eine Lösung zu finden. red

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