Vier Tote im Oberlinhaus: Offizielle Andacht am Donnerstagabend

Ministerpräsident und Innenminister sprechen Angehörigen ihr Beileid aus

Potsdam. Nachdem am Mittwochabend im "Thusnelda-von-Saldern-Haus", einer Wohn- und Pflegeeinrichtung für Menschen mit Behinderung des Potsdamer Oberlinhauses, vier Personen tot aufgefunden worden waren und eine weitere sich mit schweren Verletzungen in medizinischer Behandlung befindet, haben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Innnenminister Michael Stübgen (CDU) den Angehörigen am Donnerstag ihr Beileid ausgesprochen. Am Donnerstagabend nimmt Woidke an einer offiziellen Andacht auf dem Krankenhaus-Gelände teil, zuvor legt er Blumen vor dem Wohnheim nieder.

"Mit großem Bedauern haben wir in der vergangenen Nacht die schreckliche Nachricht aus Potsdam vernommen. Die Tat erschüttert uns alle zutiefst. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen, denen wir viel Kraft in diesen schweren Stunden wünschen. Gleiches gilt für die Mitarbeiter des Krankenhauses, die den Schock der letzten Nacht verarbeiten müssen", so Stübgen. Gleichzeitig dankte der Minister den Einsatzkräften, die am Tatort waren, für ihre professionelle Einsatzbewältigung. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich "tief betroffen und traurig".

Die Verletzungen aller Opfer sind nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei auf schwere, äußere Gewaltanwendung zurückzuführen. Eine dringend tatverdächtige Mitarbeiterin des Krankenhauses wurde vorläufig festgenommen. Auf dem Gelände ermitteln inzwischen Kriminaltechniker der Mordkommission. Die betroffenen Bewohner leben schon sehr lange in der Einrichtung, zum Teil schon seit dem Kindesalter.  sg