Beteiligung der TH Wildau vorgesehen

Online-Austausch der Präsidentin der TH Wildau mit der palästinensischen Al-Quds University

Wildau. Die Präsidentin der TH Wildau, Prof. Dr. Ulrike Tippe tauschte am 19. November, gemeinsam mit Prof. Dr. Marcus Frohme vom Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften und Dr. Johannes Görbert vom Zentrum für internationale Angelegenheiten, mit der Al-Quds University in Jerusalem aus. Von palästinensischer Seite nahmen Prof. Dr. Imad Kishek, Präsident der Al-Quds University, und Prof. Dr. Ahmad Amro, Dekan der Fakultät für Pharmazie, teil. Ausgangspunkte: Kooperation in den Life Sciences und Besuch des Präsidenten in Wildau Bereits seit Längerem arbeiten Prof. Amro und Prof. Frohme in gemeinsamen Laborprojekten zusammen. Prof. Amro, der 2009 an der Berliner Charité in Mikrobiologie promovierte, absolvierte bereits drei Forschungsaufenthalte an der TH Wildau, zuletzt im vergangenen Jahr. Während dieses Aufenthalts im Jahr 2019 besuchte auch Präsident Prof. Kishek erstmals die TH Wildau und traf unter anderem mit der Präsidentin und dem Vizepräsidenten für Forschung und Transfer zusammen. Ursprünglich waren für dieses Jahr Gegenbesuche in Jerusalem vorgesehen, die sich pandemiebedingt leider nicht realisieren ließen.

Anknüpfungspunkte: Duales Studium, Transfer, Künstliche Intelligenz

Anknüpfungspunkte an den ersten Besuch der Hochschulleitung in Wildau 2019 wurden auch im diesjährigen Online-Format rasch deutlich. Bereits seit 2015 läuft an der Al-Quds University ein Pilotprojekt zum Thema Duales Studium, das, unterstützt unter anderem durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Duale Hochschule Baden-Württemberg, eine gesteigerte Praxis- und Anwendungsnähe der Studiengänge Electrical Engineering, Information Technology, Business Administration und Industrial Engineering anstrebt.

Hier ist in Zukunft auch eine Beteiligung der TH Wildau vorgesehen. Dazu stellte Prof. Frohme der Al-Quds University neben seinen Forschungsaktivitäten weitere Unterstützung in Sachen Transferaktivitäten in Aussicht, vor allem, was die Bereiche Gründung, Patentierung und Normung angeht. Thematisch sehen beide Hochschulen Potenziale für gemeinsame Projekte, neben den Life Sciencesvor allem im Bereich Künstliche Intelligenz. Beide Hochschulleitungen bekräftigten ihren Willen, ihre Zusammenarbeit demnächst auf Basis eines offiziellen Kooperationsvertrags fortzuführen. Im kommenden Jahr sollen nach Möglichkeit erneut persönliche Treffen stattfinden – sowohl vor Ort in Wildau bzw. an der Al-Quds University, als auch anlässlich des für 2021 anstehenden 30-jährigen Hochschuljubiläums der TH Wildau. red/jr