Landrat stärkt Elbe-Elster-Klinikum den Rücken

Herzberg.

 Die Sicherung der medizinischen Versorgung unseres Landkreises ist seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen, für das sich Kreisverwaltung und Kreistag mit Nachdruck einsetzen. Eine wichtige Säule dabei ist das Elbe-Elster-Klinikum.

Ganz aktuell nimmt das Klinikum bei der Bewältigung der Corona-Pandemie für die Region eine sehr wichtige Rolle ein. „Der Landkreis ist Eigentümer des regionalen Gesundheitsdienstleisters. Deshalb nehmen wir alle Wortmeldungen, Lob und Kritik, die uns regelmäßig erreichen, sehr ernst und überprüfen uns immer wieder“, sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. „Wir sind mit einer gehobenen Grundversorgung durch das Elbe-Elster-Klinikum ordentlich aufgestellt. Hoch qualifizierte Fachleute bieten einerseits in der Fläche des Landkreises in den drei Krankenhausstandorten in Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg das komplette Spektrum der gehobenen medizinischen Grundversorgung an“, so der Landrat.

Nach Angaben des Ärztlichen Direktors des Klinikums, Prof. Dr. Roland Reinehr, sorgen andererseits besondere medizinische Profilierungen dafür, dass sich die drei Krankenhäuser über die Region und über Brandenburg hinaus einen Namen gemacht haben. Dazu zählen für ihn unter anderem die interventionelle Endoskopie und die Endoprothetik an Knie, Hüfte und Schulter, die Implantation von Schrittmachern, die Gefäßmedizin, die interdisziplinäre und Krankenhaus übergreifende Schlaganfallversorgung sowie die Versorgung chronischer Wunden. An diesem Status quo will der Landkreis auch in Zukunft im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner im Landkreis festhalten. Diese Struktur hat sich bewährt und zahlt sich für die Menschen aus. „Das schließt ein, dass wir uns um die einzelnen Standorte kümmern, damit das entsprechende Fachpersonal vor Ort ist, die Krankenhäuser die Diagnosetechnik und Schutzausrüstung haben, die sie für ihre Aufgabenwahrnehmung benötigen“, betonte der Landrat.

Natürlich wird auch in die Bausubstanz investiert. Von allen drei Standorten flossen bisher die meisten Investitionen und werterhaltende Maßnahmen in den Standort Finsterwalde ein. Seit 2010 wurden insgesamt rund 36 Millionen Euro investiert, davon 19,8 Millionen Euro an Instandhaltung und 16,2 Millionen Euro an Investitionen. „Dies bedeutet, dass jedes Jahr durchschnittlich fast 3,3 Millionen Euro in den Standort Finsterwalde an Werterhaltung und in den laufenden Klinikbetrieb gesteckt wurden“, macht Klinikum-Aufsichtsratschef Bernd Heinke deutlich. Genau diese vielen baulichen Einzelmaßnahmen haben es in den vergangenen Jahren erschwert, den fehlenden vierten Bauabschnitt fertig zu stellen. Zurzeit wird die Planung des Ersatzneubaus der ehemaligen Gynäkologie final überarbeitet. Der aktuelle Stand wird in der nächsten Aufsichtsratssitzung dem Gesellschafter und dem Aufsichtsrat vorgestellt.