Neue Straße in Rekordzeit

Dorfstraße teilsaniert in nur zwei Monaten Bauzeit

Liebätz. „Bei den künftigen Straßensanierungen stand Liebätz in der Prioritätenliste ganz oben“, sagt Stefan Scheddin, Bürgermeister der Gemeinde Nuthe-Urstromtal.
Und die Dringlichkeit lag auf der Hand, denn die aus DDR-Zeiten stammende Betonstraße war stark beschädigt. So starteten nach einer zweijährigen Planungsphase im September diesen Jahres die Arbeiten auf dem rund 200 Meter langen Straßenabschnitt. In dieser Woche war es dann soweit, die letzte Decklage wurde gegossen, und wenn die Arbeiten an Hofzugängen und -fahrten abgeschlossen sind, dürfen sich die 75 Bewohner, des kleinsten Ortsteiles in der Gemeinde, nun innerhalb kurzer Zeit über eine zweite Neuerung freuen. Bürgermeister Scheddin erklärt. „Erst vor wenigen Monaten haben wir den Spielplatz des Ortes erneuert. Kinder gibt es hier und auch Familien gäbe es mehr, wenn man denn bauen dürfte. Anfragen sind reichlich da, nur bauen dürfen wir nicht, denn bei vielen der infrage kommende Areale hat der Naturschutz die Hand drauf.“

Neben dem reinen Straßenneubau wird auch die Straßenbeleuchtung erneuert, eine Lampe neu aufgestellt und Platz für eine Pumpe an der Löschwasser-Entnahmestelle geschaffen. „Bedauerlich“, so der Bürgermeister, „ist, dass in dem Zuge nicht gleich die Masten mit den Telefonkabeln verschwanden, doch die Telekom sieht dafür keine Notwendigkeit“, so Scheddin, der eine Erdkabelvariante für sinnvoller gehalten hätte. Insgesamt kostete die neue Straße 160.000 Euro  (Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 40 Prozent) inclusive Planung, archäologischer Arbeiten und Vermessung.

Stefan Scheddin betonte vor Ort, dass man in den Einwohnern eine sehr engagierte Gemeinschaft fand, die sich dem Bau gegenüber offen und auch bei den Eigenkosten für die privaten Zufahrten (ca. 100 Euro je Quadratmeter) verständnisvoll zeigte. Einen Bürgersteig gibt es zwar trotz neuer Straße nun nicht, doch da der Verkehr Richtung Friedhof und Firma Alsai nur begrenzt ist, ließ sich bei diesem Straßenabschnitt, der in einen Feldweg mündet, darauf verzichten.
Nur einen Tag nach Fertigstellung der Liebätzer Straße rückten die Bauarbeiter tags darauf weiter zu den kommenden Straßenbauprojekten in Dobbrikow und Gottsdorf, wo nun weitere Straßensanierungen folgen werden.   fdk

Kommentare

  1. User
    Karl Heinrich Berlin, Mi, 11.11.2020 11:41

    Das ist wirklich eine sehr schnelle Straßensanierung gewesen. Ich kenne diese alten DDR-Straßen nur zu gut, das Fahren darauf war immer von einem monotonen Klopfen begleitet. Heutzutage sind die Straßen da deutlich leiser und das Fahren auf einer ganz frisch sanierten Straße ist wirklich ein schönes Gefühl.