Das Blut geht aus

Ferien- und Corona-Engpass: DRK sucht dringend Spendenwillige

Potsdam/Cottbus. Die Corona-Pandemie und die Urlaubssaison zeigen Auswirkungen auf die Vorräte in den Kühlkammern des DRK-Blutspendedienstes. Im wahrsten Sinne des Wortes klafft zur Ferienzeit ein Loch in den Vorräten an lebensrettenden Blutpräparaten beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost im Land Brandenburg. Wie viele andere Lebensbereiche wird auch das Blutspendewesen weiterhin von den besonderen Umständen der Corona-Pandemie beeinflusst. Die Spendebereitschaft hält dabei aktuell nicht mit dem deutlich gestiegenen Blutbedarf in den Kliniken Schritt, so dass die kontinuierliche Versorgung von Patienten mit Blutprodukten deutlich erschwert ist.

Aktuell fehlt es an ausreichend Blutspenden über alle Blutgruppen hinweg, insbesondere aber bei der Blutgruppe Null. Durch die kurze Haltbarkeit bestimmter Blutbestandteile wird regelmäßig Nachschub benötigt. Blutplättchen sind beispielsweise höchstens fünf Tage haltbar Nach den ersten Lockerungen Mitte Mai war der Bedarf aus den Kliniken bereits sprunghaft in die Höhe geschossen. Gemeinsam mit vielen engagierten Blutspendenden konnte die Versorgung in den folgenden Wochen trotzdem gesichert werden. Doch nun zeigt die Urlaubssaison spürbare Auswirkungen auf die Vorräte in den Kühlkammern des DRK-Blutspendedienstes, denn der Bedarf in den Kliniken ist unverändert hoch.


Spendenwillige sollten nicht zögern

Um einen drohenden Engpass vermeiden zu können, sollten alle gesunden Spendefähigen schnell einen Termin für eine Blutspende online buchen und Blut spenden, egal ob vor dem Start in den Urlaub oder nach Rückkehr. Auch Menschen, die sonst in der Firma oder am Arbeitsplatz spenden, können jetzt an wohnortnahen Terminen mithelfen, die Patientenversorgung in der eigenen Region zu sichern. Denn aufgrund der Pandemie konnten in den vergangenen Monaten nicht alle Firmentermine durchgeführt werden. Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost benötigt an jedem Werktag allein in Berlin und Brandenburg rund 600 Blutspenden, um die Patientenversorgung lückenlos zu gewährleisten. Mit Sicherheit Blut spendenUm das Ansteckungsrisiko für Blutspendende, Personal und Ehrenamt so gering wie möglich zu halten, werden die entsprechenden Maßnahmen der aktuellen Pandemiephase ständig angepasst.

Aktuell gibt es neben Zugangskontrollen eine Kurzanamnese und Fiebermessen. Personal und Spendende müssen einen Mundschutz tragen. Zudem wird auf größtmöglichen Abstand zwischen den Spendenden geachtet. Personen mit Erkältungssymptomen, Fieber und Durchfall werden nicht zur Blutspende zugelassen und sollten die Termine gar nicht erst aufsuchen. Blutspenden werden nicht auf SARS-CoV-2 untersucht, denn gemäß Mitteilung des RKI sei eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Blut derzeit nicht anzunehmen, weil das Virus bei symptomlosen Personen im Blut nicht nachweisbar ist.

Erstspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein, außerdem sollten sie nicht älter als 65 Jahre sein. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt es zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von zwölf Monaten. Zwischen zwei Spenden müssen mindestens acht Wochen liegen. Ein Personalausweis muss bei jeder Spende vorgelegt werden.  red/sg


Informationen gibt es unter der kostenlosen Rufnummer 0800 11 94911.

Termine können auf terminreservierung.blutspende-nordost.de vereinbart werden.