Nordumfliegung würde Entwicklung von Mahlow stoppen

Bündnis Aktive Mitte und FDP wollen Feststellungsklage stoppen

Blankenfelde-Mahlow. Am kommenden Donnerstag, 23. Juli, will die Gemeindevertretung Blankenfelde-Mahlow über die Erhebung einer Feststellungsklage gegen die Festlegung der Flugrouten des BER für die Nordbahn im Nachtflugbetrieb bei Westwind entscheiden. Die Erhebung dieser Feststellungsklage, mit dem Ziel, eine Nordumfliegung von Mahlow zu erreichen, hätte gravierende Auswirkungen auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde.

Die Fraktion Bündnis Aktive Mitte/FDP lehnt den Beschluss zur Erhebung einer Feststellungsklage gegen die festgelegten Flugrouten, mit dem Ziel die Nordumfliegung des Ortsteils Mahlow zu erreichen, ab und will die Vertagung der Entscheidung auf einen Sitzungstermin nach dem nächsten Workshop zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek) beantragen.

In der Begründung heißt es, dass im Fall einer Anordnung zur Nordumfliegung des Ortsteils Mahlow über die Ortsteile Roter Dudel, Mahlow Nord und Waldblick die Entwicklung von Mahlow Nord für Wohnbebauung und soziale Infrastruktur ausgeschlossen würde. Die Entwicklung von Mahlow-Nord sei jedoch ein zentrales Thema der Stadtentwicklung. Die Entscheidung zur Entwicklung des Gebiets hat nach Ansicht der Fraktion direkten Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung, die Verkehrskonzeption mit einem zusätzlichen S-Bahn Halt und die Möglichkeiten zur Schaffung sozialer Infrastruktur wie Schule, Kita oder Sportstätten. Damit beeinflusst sie auch entscheidend die weiteren Themenfelder des Insek und betrifft die Zentrumsentwicklung der Ortsteile Mahlow und Blankenfelde. Mahlow-Nord sei das zentrale Thema in der Entwicklung der Gemeinde, heißt es vom Bündnis Aktive Mitte und der FDP.

Die Gruppe Planwerk hat in ihrer Stellungnahme vom 22. Juni die Konsequenzen eines Nachtflugverkehres über Mahlow-Nord dargestellt. Eine Entscheidung für die Klage gegen die Festlegung der Flugrouten mit dem Ziel einer gerichtlichen Festlegung der Nordumfliegung von Mahlow über Mahlow-Nord käme demnach einer Ablehnung und dem endgültigen Aus des Entwicklungsgebietes Mahlow-Nord gleich. In der Stellungnahme heißt es "Wohnungsneubau oder der Bau lärmempfindlicher Einrichtungen wie sozialer Infrastruktur wäre definitiv ausgeschlossen".  red/sg