Corona: Drei Infektionen in Wünsdorfer Erstaufnahmeeinrichtung

Landkreis weist auf Maskenpflicht auf Wochenmärkten hin

Luckenwalde. 177 Infektionen mit dem Coronavirus hat der Landkreis Teltow-Fläming seit Beginn der Pandemie verzeichnet. 146 der betroffenen Personen sind genesen, 18 gelten derzeit als erkrankt, 13 sind verstorben. Aktuell gibt es 51 Verdachtsfälle, 72 Personen befinden sich in Quarantäne, darunter zehn Ein- und Rückreisende. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt derzeit bei 3,5. Dabei handelt es sich um die Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner.

Drei neue SARS-CoV-2-Infektionen wurden in der vergangenen Woche in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Wünsdorf festgestellt. Das Gesundheitsamt Teltow-Fläming hat gemeinsam mit der Leitung der Einrichtung die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen veranlasst und ermittelt die Kontaktpersonen. Bereits am 15. Juni waren 16 Personen in der Erstaufnahmeeinrichtung unter Quarantäne gestellt worden. Nur bei einer Person musste die häusliche Isolation um eine Woche verlängert werden.

Wie bereits zu Beginn der Woche bekannt wurde, gab es nach großflächigen Tests in den Übergangswohnheimen Großbeeren und in der Luckenwalder Anhaltstraße ausschließlich negative Testergebnisse. Grundsätzlich werden alle direkten Kontaktpersonen, ob am Tag erreichbar oder erst später, überprüft. Die Bewohner und Mitarbeiter der Übergangswohnheime haben selbst ein großes Interesse daran, zu wissen, ob Sie sich bei einem Kontakt mit einer positiv getesteten Person angesteckt haben können. Alle Ergebnisse sind bisher negativ. Positive Ergebnisse oder das Fehlen von Kontaktpersonen ersten Grades würden immer zu weiteren Ermittlungen führen. Die Versorgung der Bewohner von Übergangswohnheimen wird in einer Quarantänesituation stets abgesichert.

Immer wieder erreichen den Landkreis Teltow-Fläming Fragen zur Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt. Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling weist darauf hin, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch dort nach wie vor unumgänglich ist. "Die Märkte finden zwar im Freien statt, aber es nicht zu vermeiden, dass vor allem Händler und Kundschaft einander nahekommen. Ungeschützt besteht die Gefahr, das Virus zu verbreiten. Das will mit Sicherheit niemand - zum Schutz der Gesundheit und letztlich auch, damit das vielseitige Angebot auf dem Markt weiter besteht. Denn würden sich Standbetreiber infizieren und in Quarantäne kommen, hätte letztlich auch die Kundschaft das Nachsehen", so die Krisenstabsleiterin.  red/sg