Architekturwettbewerb: Ideen für das Bücker-Quartier

Ehemaliger Flugplatz wird zu neuer Siedlung mit viel Grün und historischen Gebäuden

Rangsdorf. Das Ergebnis des Ideenwettbewerbs zur Quartiersentwicklung der Bücker-Werke steht fest. Auf den ersten Platz schaffte es der Entwurf des Büros van Geisten Marfels aus Potsdam knapp vor denen der Büros Schmitt von Holst aus Berlin und Johannes Kaufmann Architektur aus dem schweizerischen Dornbirn.

Am Ende überzeugte vor allem die städtebauliche Figur, die van Geisten Marfels entwickelt haben. Der Entwurf greift das Flugfeld auf und fasst es mit einer umlaufenden baulichen Kante ein. So entsteht eine neue Interpretation der ursprünglichen Randbebauung des Flugplatzes. Durch die umlaufende Promenade wird das Flugfeld erleb- und nutzbar für die neuen Bewohner und für alle Rangsdorfer. Den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden der ehemaligen Bücker-Werke gibt der Entwurf eine gestalterische Bedeutung.

"Wie auch die anderen Siedlungen in Rangsdorf erhält diese neue Siedlung einen einzigartigen und unverwechselbaren Charakter", so Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Zur Konkretisierung und Fortschreibung des Entwurfs hat die Jury dem Sieger-Büro Vorschläge mitgegeben, die nun im Detail erarbeitet werden. Der Entwurf soll dann in einer zweiten, öffentlichen Präsentation vorgestellt werden. Das weitere Verfahren zur Entwicklung des Bebauungsplans wird auf dieser Basis durgeführt.

Die Ideenwerkstatt habe eindrucksvoll verdeutlicht, wie unterschiedlich die Entwicklung des Areals ausssehen könne, so Rocher weiter. Der Mitte der 1930er-Jahre errichtete Flugplatz hat eine bewegte Geschichte. Als Sportflugplatz geplant, nutzten ihn Pilotinnen wie Elly Beinhorn und Beate Uhse. 1944 startete Stauffenberg von hier aus zur Wolfsschanze. sg