Ab 6. Mai keine Durchfahrt auf der Gutenbergstraße mehr

Poller ermöglichen nur noch Abbiegeverkehr

Potsdam. Am 6. Mai beginnen in der Kreuzung Gutenbergstraße/Jägerstraße die Arbeiten zum Einbau einer sogenannten Diagonalsperre, die den Durchgangsverkehr in der Gutenbergstraße unterbindet. Dabei wird eine Pollerreihe so angeordnet, dass es nicht mehr möglich ist, mit dem Auto durch die Jägerstraße oder die Gutenbergstraße geradeaus zu fahren. Je nach Fahrtrichtung ist an der Kreuzung nur noch Links- oder Rechtsabbiegen vorgesehen. Für Fahrradfahrer und Fußgänger bleibt der Kreuzungsbereich passierbar.

"Die Maßnahme ist ein wichtiger Beitrag für mehr Verkehrssicherheit und zugleich ein Impuls für eine höhere Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Derzeit nutzen viele Autofahrer die Gutenbergstraße als Ausweichroute im Berufsverkehr, um die Hegelallee zu umfahren. Mit dem Einbau der Diagonalsperre unterbinden wir den unerwünschten Durchgangsverkehr, der in dem betroffenen Bereich für viele Probleme sorgt", so Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos). Der Ausweichverkehr belaste die Anwohner übermäßig mit Lärm und Abgasen und wirke sich negativ auf die Attraktivität der Einkaufsinnenstadt aus. Zugleich soll mit dem Projekt der Unfallschwerpunkt der Kreuzung Gutenbergstraße / Friedrich-Ebert-Straße entschärft werden.

Die Friedrich-Ebert-Straße ist eine wichtige Route für den Straßenbahn-, Bus- und Radverkehr und wird stark genutzt. Fahrzeuge, die dem Verlauf der Gutenbergstraße folgen, müssen die Friedrich-Ebert-Straße queren. Beim Überfahren der Friedrich-Ebert-Straße kommt es häufig zu gefährlichen Situationen oder Kollisionen zwischen den aus der Gutenbergstraße kommenden Fahrzeugen und den Straßenbahnen, Bussen und Radfahrern auf der Friedrich-Ebert-Straße.

In der Friedrich-Ebert-Straße wird zurzeit das Besucherparken reduziert und durch Lieferbereiche, Fahrradabstellanlagen und einen Taxistand ersetzt. Die Behindertenstellplätze bleiben bestehen. Die Unterbindung des Durchgangsverkehrs in der Gutenbergstraße wie auch die Maßnahmen in der Friedrich-Ebert-Straße sind Teile des Innenstadtverkehrskonzepts. Dieses wurde in Planungswerkstätten zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet und im Jahr 2017 von den Stadtverordneten beschlossen.  red/sg

Kommentare

  1. User
    Berti Potsdam, Sa, 02.05.2020 13:33

    Diesen Blödsinn hätte man sich sparen können, es geht auch viel einfacher und 100% Preiswerter. Ganz einfach, Einbahnstraßen nach New Yorker Vorbild. Für die ersten zwei Tage einen Polizisten hingestellt und schon klappt es. Der schöne Nebeneffekt, es kommt keinem mehr ein Fahrzeug entgegen. Ist schon komisch, dass unsere hochbezahlten Stadtväter nicht auf diese Idee kommen. Sonst wird doch auch fast alles aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten übernommen.