Die Gartenvögel werden weniger

Kostenfreie Broschüre zum Vogelschutz erschienen

Potsdam. Noch vor der Wiedergründung des Landes Brandenburg am 3. Oktober 1990 fanden sich im März desselben Jahres wie in den anderen neuen Bundesländern Ornithologen und ehrenamtliche Vogelschützer in einem Landesverband des Naturschutzbundes (Nabu) zusammen. Die Staatliche Vogelschutzwarte in Buckow, heute eine Einrichtung des Landesamts für Umwelt, ist gerade 40 geworden - alles Gründe, um eine Bilanz in Form einer Broschüre aufzulegen, die über Brandenburgs Arten und Akteure Auskunft gibt, die in den vergangenen Jahrzehnten im Fokus des Vogelschutzes standen. Ab sofort kann "Brandenburg aus der Vogelperspektive" über die Öffentlichkeitsarbeit des Umweltministeriums kostenfrei bestellt werden.

Rund 200 Brutvogelarten werden landesweit gezählt. Während sich einige Arten wie See- und Fischadler oder Kraniche gut entwickeln, nimmt die Zahl der Gartenvögel jedoch ab. Gerade Vögel, von denen viele auf bestimmte Lebensräume spezialisiert sind, reagieren mit ihrer An- oder eben auch Abwesenheit sowie mit ihrem Bruterfolg bereits kurzfristig auf Umwelteinflüsse. Die wachsende Zahl derjenigen, die mit Kamera und Fernglas Vögeln nachspüren, zeigt, dass die Aufmerksamkeit für die heimische Vogelwelt stetig zunimmt.

Bird-Watcher, wie Vogelfreunde heute oft genannt werden, verstehen sich als Teil einer großen Gemeinschaft. Einige der Akteure werden im Heft vorgestellt, stellvertretend für all diejenigen, die in ihrer Freizeit, nicht nur am hellen Tag, sondern auch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, bei Wind und Wetter für den Vogelschutz in Brandenburg unterwegs sind.  red/sg


"Brandenburg aus der Vogelperspektive", Potsdam 2020, 108 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Texten von Jens Blankennagel. Herausgegeben vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg.

Bestellmöglichkeiten per Mail an bestellung@mluk.brandenburg.de oder über mluk.brandenburg.de/info/veroeffentlichung

Kommentare

  1. User
    K. Schneider Am Mellensee, Mo, 17.02.2020 08:48

    "Die Gartenvögel werden weniger" Was passiert hier!!! Durchdrehen statt Erhaltung der Natur!!! WIR bezahlen lieber hohe CO2-Gebühren, damit ANDERE mit irgendwelchen fiktiven CO2-Werten handeln und viel, seeehr viel Geld verdienen können, anstatt Mutter Natur kostenlos ihre einzig richtige Arbeit machen zu lassen. Die Grüne Lunge unseres Planeten wird einfach heraus gerissen. < Der Regenwald wird abgeholzt, im Januar die doppelte Fläche des Vorjahres, damit WIR billiges Rindfleisch und Soja für vegetarische "Kost" bekommen. Unsere Bauern sterben aus. < Borneo, Sumatra werden abgeholzt. < Sibiriens Taiga brennt. < Australien brennt, ca. 1 Milliarde Tiere sind gestorben, einige Arten werden sich mehr erholen. < In uns selbst wird bereits Plastik nachgewiesen. < Antibiotika verlieren zunehmend ihre Wirkung - Resistenzen bei Mensch und Tier. < Permanente Meldungen vom Aussterben weiterer Tier- und Pflanzenarten, auch in Deutschland. < Der Hambacher Forst ist gefallen. < In Grünheide fällt der Wald - 300 ha - für Tesla. < Baumfällsatzungen wurden im großen Stil gelockert - Ersatz- pflanzung gibt es kaum noch. Graue, sterile Gärten entstehen. < Rangsdorf, Blankenfelde , Berlin werden abgeholzt. < Das Landschaftsschutzgebiet Am Mellensee wird systematisch zerstört und abgeholzt. "Baufreiheit" sagt man. Aber schauen sie sich mal das "Alexanderhaus" in Mellensee an. Es gibt sie noch, die guten! < Der Grundwasserspiegel ist z.B. in Rangsdorf um mind. 10m gesunken, Tiere sterben - der BER hat es abgepumpt. < Wir haben Wassermangel im Boden. < Der nächste Sommer wird so schlimm wie die beiden letzten. < Großes Gejammere wegen des Wetters. Wie soll es sich ohne Bäume, Sträucher und Co. regulieren können? < 90% unserer Singvögel sind verschwunden. < Die Igelpopulation ist dramatisch zurück gegangen, in Mellensee waren sie Mitte September plötzlich verschwunden. < Es kommen immer mehr verhungerte, verletzte, verseuchte Wildtiere in unsere wenigen, privaten Auffangstationen. Man bewältigt die Masse nicht mehr. Und wir müssen sie wieder in die kaputte Welt entlassen. Das Leid, welches wir erleben ist kaum noch zu ertragen. Die Natur- und Tierschutzbehörden sagen man brauch und darf ihnen nicht helfen, weil es "Wild"tiere sind. Das ist "Natur". Man soll sie liegen und (jämmerlich) sterben lassen, obwohl wir ihnen all das antun und sie hier zuhause sind. Oder es gibt Auflagen, die völlig irrsinnig sind, z.B. Vogelbabys in dunklen Papkartons aufbewahren. Igel laufen lassen. Ja, auch am Tage, obwohl jeder weiß, dass genau dann der Igel Hilfe brauch. Sie kontrollieren nur andauernd, ob MEINE Wohnung aufgeräumt und MEINE Gardinen gewaschen sind, und ob ich nicht zu vielen Tieren helfe!!! . Mensch(enskinder), lasst uns leben!!!