Gestresste Pendler

Potsdam.

Trotz Gedränge in den Zügen, lassen immer mehr Brandenburger das Auto stehen und fahren mit der Bahn zur Arbeit. „Menschen, die die Bahn nutzen wollen, müssen die Chance haben entspannt und pünktlich anzukommen. Das ist leider auf vielen Strecken ein großes Problem“, so Johanna von Hackewitz, Sprecherin der Brandenburgischen Studierendenschaft und Mitbegründerin der Volksinitiative „Verkehrswende Brandenburg jetzt!“. Sie pendelt regelmäßig von Eberswalde nach Berlin im RE 3 „Zur Rush-Hour ist der Zug so voll, dass Stehen selbst in den ersten und letzten Wagons völlig „normal“ ist und es sogar schwierig ist, überhaupt in den Zug zu kommen“, so von Hackewitz.

"Auch Städte wie Potsdam, mit wachsenden Einpendlerzahlen seien dringend darauf angewiesen, dass zukünftig mehr Menschen ein besseres Angebot erhalten, denn in der Potsdamer Innenstadt gehören Staus schon heute zum Alltag“, ergänzt Elrita Hobohm von ARGUS Potsdam e.V., die sich ebenfalls aktiv für die Volksinitiative engagiert.

Mit einer Pendler-Aktionswoche macht die Volksinitiative vom 9. bis 13. Dezember auf die Situation der brandenburgischen Pendler*innen aufmerksam und sammelt an unterschiedlichen Pendlerbahnhöfen Unterschriften für die Volksinitiative. Seit 2004 steige der Anteil der Fahrgäste im VBB mit über 28 Prozent deutlich an, während der Anteil der bestellten Zugkilometer für den Regionalverkehr im gleichen Zeitraum nicht gestiegen sei. Die Folge: gerade zu den Stoßzeiten wird es immer enger in den Zügen. ela