Anhaltend hohe Belastung in der Verwaltung

Recruiting-Team soll Abhilfe schaffen

Potsdam. In der Verwaltung der Landeshauptstadt macht sich seit längerer Zeit eine hohe Zahl an Krankmeldungen bemerkbar. Die wachsende Stadt hat zunehmend mehr Aufgaben zu bewältigen, dafür fehlen aber Mitarbeiter. Andererseits war es in der Vergangenheit häufig nicht möglich, zusätzliche Stellen zu besetzen, obwohl sie längst genehmigt waren, denn auch für die Bearbeitung der Bewerbungen fehlten Mitarbeiter.

Der Dezernent für Zentrale Verwaltung, Dieter Jetschmanegg, hat am Mittwoch den Hauptausschuss über den derzeitigen Stand informiert. Zwischen Januar und Juli dieses Jahres wurden 171 Personen eingestellt, im gleichen Zeitraum endeten 142 Arbeitsverhältnisse aus den unterschiedlichsten Gründen, beispielsweise durch Renteneintritt, Ende von Zeitverträgen oder auch Kündigungen durch Arbeitnehmer.

Der zuständige Fachbereich Personal schätzt, dass im gesamten Jahr 2019 rund 400 Einstellungen erfolgen. 2018 wurden hingegen nur 237 Personen neu eingestellt. Seit dem 1. Juli können nun auch die 120 Stellen besetzt werden, die auf Initiative von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) mit dem Nachtragshaushalt 2019 von den Stadtverordneten am 8. Mai bewilligt wurden. Dank adressatengerechter Ausschreibungen durch das neue Recruiting-Team sowie familiengerechter, flexibler Arbeitszeiten soll den Fachbereichen zügig qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen. So hofft man, der Überlastung der Beschäftigten entgegenzuwirken. sg