Aktionstag Saubere Hände

Klinikum Dahme-Spreewald schärft das Bewusstsein von vermeidbaren Risiken in

Lübben. Jedes Jahr im Mai lässt sich das Hygieneteam im Klinikum Dahme-Spreewald Aktionen einfallen, um das Bewusstsein für vermeidbare Risiken in Gesundheitseinrichtungen zu schärfen. Ihr Engagement zielt gleicherma-ßen auf die Mitarbeiter des Klinikums wie auf Besucher und Patienten.

Die Hände sind bei der Arbeit in Krankenhäusern unentbehrlich. Zugleich sind sie die Hauptübertragungswege für Krankheitserreger aller Art. Bereits 30 Sekunden reichen aus, um sich und andere wirkungsvoll vor Infektionen zu schützen. „Die Schärfung des Bewusstseins zum Umgang mit Keimen, zur Händedesinfektion und Einhaltung von Standards ist uns besonders wichtig“ sagt der verantwortliche Hygienearzt Dr. Rüdiger Haubold. „Von einem umfangreichen Hygienemanagement profitieren Patienten, Mitarbeiter und Besucher gleichermaßen.“

Desinfektionsmittelspender sind in den meisten Bereichen eines Krankenhauses selbstverständlich. Die Hygienefachkräfte schulen regelmäßig die Mitarbeiter, führen unangekündigte Besuche auf den Stationen durch und überwachen u.a. auch den Ver-brauch der Händedesinfektionsmittel. „Insbesondere richtig eingesetzte Händedesin-fektion hilft, die Gesundheit langfristig zu schützen“, ist Dr. Haubold überzeugt.
Die Initiative „Aktion Saubere Hände“ will jedes Jahr ein Zeichen setzen, um zu verdeutlichen, dass die Patientensicherheit eine entscheidende Rolle bei der medizi-nischen Versorgung einnimmt. Am 3. Mai 2018 im Achenbach-Krankenhaus und am 7. Mai 2018 in der Spreewaldklinik Lübben zeigen die Hygieneexperten Patienten und Besuchern in der Zeit von 10 bis 14 Uhr, wie sie ihre Hände optimal desinfizieren können. Drei Milliliter Desinfektionsmittel 30 Sekunden lang zwischen den Fingern über die Fingernägel und den Handrücken bis hin über das Handgelenk einzureiben, ist ein kurzer, aber sehr wirkungsvoller Aufwand.

Am Aktionstag erwartet alle Interessierten jeweils im Eingangsbereich der Kranken-häuser in Königs Wusterhausen und Lübben ein vielfältiges Informationsangebot mit praktischer Übung. Dazu gehört auf Wunsch auch, die desinfizierten Hände unter eine Schwarzlichtlampe zu halten, die anzeigt, welche Stellen der Hand korrekt desin-fiziert wurden und wo es eventuell Schwachstellen gibt. Aktuellen Studien zufolge werden 80 Prozent aller Keime durch Hände übertragen. In vielen Bereichen funktio-nieren die Spender inzwischen automatisch, auf den Kinderstationen des Klinikums sind für die Jüngsten besondere Spender aufgestellt, die den hohen Sicherheitsstan-dards einer pädiatrischen Station genügen. red